Renny räumt den Magen auf, und zwar endlich mal wieder im Kino. Die Karriere von Renny Harlin polterte nach „Tödliche Weihnachten“, entstanden vor unglaublichen 13 Jahren, in den Keller mässig aufregender Videopremieren, aus dem sie erst mit „Zwölf Runden“ wieder auftauchen darf. Gestern noch ein gefeierter Adrenalin-Zampano mit „Die hard 2“ und „Cliffhanger“ am Gürtel…und heute glückloses Box Office-Gift mit „irgendwoher kenne ich den…“ Aura.
Fett produzierte Männer-Action, deren stählerner achtziger Jahre Bizeps durch die anstrengende Inszenierung etwas an Luft verliert.FazitNun aber „Zwölf Runden“: ein lauter und schneller Actionfilm, der John Cena gegen einen psychopathischen Bösewicht ansetzt und dabei so einiges zu Bruch gehen lässt. Jener Bösewicht nämlich, gespielt von Aidan Gillen, kidnappt John Cenas Frau und gibt sie erst wieder frei, wenn zwölf Prüfungen überstanden werden. Eine alte Rachegeschichte, eh klar. Und schon ist die Bühne frei für Explosionen, Stunts und schwer demoliertes Autoblech.
Stirb Langsam 3 lässt grüßen: John Cena rennt sich 'nen Wolf durch zwölf halsbrecherische Aufgaben.Das Drehbuch von „Zwölf Runden“ ist so einfach und geradlinig, dass selbst bei hölzernen Ex-Wrestlern keine Verständnisprobleme entstehen dürften. So eine oder so eine ähnliche Geschichte verbindet man normalerweise mit einem straighten B-Klopper, dessen Grad der Unterhaltung eng an die Höhe des Budgets gekoppelt ist. Da „Zwölf Runden“ ein A-Budget besitzt, ist demzufolge einiges möglich und führt mehrere Male gefährlich nahe an einen Hörsturz. Viel Geld und wenig Hirn: der filmische Himmel für puristische Actionprolls mit achtziger Jahre Faible.
Der Plot von „Zwölf Runden“ erinnert mehr als einmal an „Stirb langsam 3“, genauso wie auch „Speed“ und „Saw“ dem Drehbuchschreiber fleißig Kaffee eingeschenkt haben. So richtig neu ist hier eigentlich gar nichts und so richtig spannend wird es leider auch kaum. Wieso sollte man bei Runde 7 einem Cliffhanger-Moment die Daumen drücken, wo doch der Film, bzw. sein Hauptdarsteller noch weitere 5 Runden überstehen muss? Ja selbst am Ende gibt es kaum Zweifel, wer überlebt und wer ins Gras beisst. „Zwölf Runden“ ist ein Film wie eine Autobahn.
Spielt sogar noch hölzerner als John Cena: Bösewicht Aidan Gillen.Dass dieser Umstand kaum einen Actionfan stören dürfte, ist der immer noch andauernden Strahlkraft zahlreicher Actionhits der achtziger und neunziger Jahre zu verdanken. Wenn mal eben die Uhr um 20 Jahre zurückgedreht würde, könnte man sich ohne Probleme vorstellen, dass Sylvester Stallone oder Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle in „Zwölf Runden“ spielen. Der Film atmet den Geist sowohl tumber als auch straighter Brechstangen Marke „Phantom Commando“ und tapst mit bewunderswerter Geradlinigkeit durch den Logik-Urwald. Ich gut – Du böse – Feuer frei.
Regie: Renny HarlinGenre:ActionFilmstart: Darsteller:Gonzalo Menendez, Brian J. White, Steve Harris, John Cena, Ashley Scott
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diesen totalausfall an kritik solltest du dann doch lieber mal nicht wiederholen. es gibt nämlich weit aus mehr an kategorien an actionfilmen als dir bekannt sind - und das ist ein wirkich guter ...