Wie Yahoo! mitteilte, wurden die E-Mail-Konten der eigenen Nutzer Opfer eines Angriffs. Unbekannte konnten sich sowohl den Nuternamen als auch das Passwort der Accounts sichern, wodurch diese also im Grunde problemlos Zugriff auf die Mail-Konten haben.

Dabei betont Yahoo! jedoch, es gebe keinen Hinweis, dass sich die Kriminellen Zugriff über die Systeme des Unternehmens verschafft haben. Stattdessen sollen die Daten wohl aus einer Datenbank eines anderen Konzerns stammen - welcher, das bleibt unklar.

Hier wird auch direkt die Frage aufgeworfen, ob die Datenbank des "anderen Unternehmens" nur über Yahoo-Daten verfügt oder ebenso andere Provider betroffen sind. Zum genauen Ausmaß nämlich wollte sich Yahoo! nicht äußern.

"Wir setzen momentan die Passwörter der betroffenen Nutzerkonten zurück und setzen dabei auf eine second-sign-verification, um Nutzern zu ermöglichen, ihre Konten zu verifizieren. Betroffene Nutzer werden aufgefordert (sollte das nicht schon geschehen sein), ihre Passwörter zu ändern und erhalten möglicherweise eine Benachrichtigung per Mail oder SMS, sofern sie diese angegeben haben", heißt es.

Yahoo! hat mehrere Sicherheitsmaßnahmen getroffen und arbeitet nach eigenen Angaben ebenso mit Sicherheitsbehörden zusammen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Erst vor wenigen Wochen wurden die europäischen Webseiten des Unternehmens Opfer eines Malware-Angriffs. Laut Schätzungen sollen stündlich pro Stunde 300.000 Nutzer infiziert worden sein.