Microsofts aggressive Preispolitik hat am Black Friday Wirkung gezeigt. Zumindest in den USA. Dort konnte sie sich eindeutig von der Konkurrenz absetzen und dominierte den wichtigsten Verkaufstag des amerikanischen Einzelhandels.

Xbox One - Xbox One wischt mit Konkurrenz Black-Friday-Boden auf

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53 Prozent der verkauften Konsolen am Black Friday waren Xbox One-Konsolen
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Die temporäre Preissenkung, die Microsoft bereits im Oktober ankündigte, hat ihr Ziel nicht verfehlt. Statt 399 Dollar kostet die Xbox One ohne Kinect 2.0 in den USA derzeit nur 349 Dollar. Vielerorts bieten Händler die Konsole aber auch in Bundles zu Top-Preisen an. Xbox-Chef Phil Spencer sprach bereits von "unvergesslichen Weihnachtsfeiertagen für Xbox-Fans auf der ganzen Welt". Und unvergesslich dürften die zumindest für Microsoft sein, denn so einen Erfolg hatten sie bisher noch nicht mit der Xbox One feiern dürfen.

Infoscout hat sich den größten Verkaufstag im Jahr genauer angesehen, und insgesamt 180.000 Rechnungen für Händler wie Best Buy, GameStop, Radioshack, Target und Walmart angesehen. Unter den ganzen Rechnungen waren 1500 Konsolenverkäufe. Und von diesen Verkäufen machten Xbox One-Konsolen rund 53 Prozent aus, während die PS4 von Sony weit abgeschlagen auf 31 Prozent aller Verkäufe kommt.

Wenn man bedenkt, dass an einem typischen Black Friday mal locker 30 Milliarden Dollar Umsatz an einem einzigen Tag generiert wird, ist das schon eine beachtliche Zahl. Übrigens handelte es sich bei 90 Prozent der Konsolenverkäufe um Bundles, wobei das 329 Dollar günstige Assassin's Creed Unity-Bundle bei der Xbox One dominierte, während es bei der PS4 von Sony das 399 Dollar teure Grand Theft Auto 5 & The Last of Us: Remastered-Bundle war, das die Käufer interessierte. Bei der Frage danach, ob die Käufer die Konsole für die eigenen Kinder gekauft haben, bejahten das rund 92 Prozent aller Wii U-Käufer, 66 Prozent der Xbox One-Käufer und lediglich 45 Prozent der PS4-Käufer.

Nun könnte man sagen, dass die Xbox One dominiert hat, weil die meisten Käufer bereits eine PS4 zu Hause stehen haben, und sich nun auch noch eine Xbox One zugelegt haben, oder, dass sie sich eine Xbox One im Bundle gekauft haben, weil sie so günstig war. Preisbewusste Käufer müssten dementsprechend ja eigentlich zur Wii U greifen, aber es soll ja tatsächlich noch immer Leute geben, die glauben, die Wii U sei lediglich ein Controller für die Wii. Laut Infoscout sei tatsächlich auch der günstige Preis die Hauptmotivation hinter dem Kauf einer Xbox One gewesen. 71 Prozent aller Käufer gaben das bei der Xbox One an, während es bei der PS4 nur 48 Prozent der Käufer bestätigten.

Vielleicht würde eine Preissenkung der Xbox One auch in hiesigen Gefilden zu einem größeren Absatz verhelfen.