Mittlerweile wissen wir, was potentielle Kunden, kritische Leser und Indie-Entwickler zu Microsofts Xbox One sagen. Nun folgen hier die Meinungen weiterer, etablierter Entwickler.

Xbox One - Was Entwickler zur Xbox One sagen

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Spaltet die Meinungen - Xbox One
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  • Peter Molyneux (22cans): Molyneux findet, dass Microsoft eine fantastische Präsentation geboten hat. Doch gemessen am Gehalt für Spieler sei sie etwas zu "fleischlos" gewesen. "Ich habe nicht genug Demos oder Spiele gesehen, die das System ausgereizt hätten". Was er wissen wolle, sei, was die Xbox One für ihn als Spieler zu bieten habe. Alles, was er wolle, sei schlicht und einfach die ultimative Spielekonsole, und er sei sich nicht sicher, ob die Präsentation das gezeigt habe.
  • Brad Muir (Double Fine): Muirs Meinung nach, habe sich Microsofts Präsentation an ein breites Publikum gerichtet. Was ihn mehr interessiere, seien die Pläne Microsofts bezüglich der Spiele und deswegen freue er sich auf die E3. Vor allem hoffe er darauf, mehr über ihre Pläne für Indie-Entwickler zu erfahren. Was er bislang gehört habe, klinge aber gut, denn "die neuen Optionen, angesagte Spiele und Vorschläge von Freunden sehen zu können, klingen richtig cool und sind der richtige Schritt in die richtige Richtung." Er finde die Vorstellung, dass ein kleines Indie-Spiel auf diese Weise über eine Menge Aufmerksamkeit erlange, einfach toll.
  • Edmund McGillen (Team Meat): Als Spieler sei die Präsentation nichts für ihn gewesen. Er kaufe Konsolen, um Spiele zu spielen und die seien auch der einzige Grund für ihn, überhaupt eine Konsole zu besitzen. Bereits vor sieben Jahren habe er seinen PC unter seinen Fernseher gestellt und von daher konnte Microsoft ihn nicht für die Xbox One begeistern. Er wolle sich die Xbox One solange nicht kaufen, bis es exklusive Blockbuster-Titel und atemberaubende, exklusive Indie-Spiele gebe. Als Entwickler sei er traurig darüber, dass man 'Xbox Live Arcade'-Titel nicht auf die Xbox One übertragen könne. "Der größte Anreiz für einen Entwickler, für ein System zu entwickeln, ist der, dass dieses System Spiele verkaufen kann. Momentan sieht es eher danach aus, dass die Xbox One mehr auf das Fernsehen als auch Spiele setzen würde."
  • Tommy Refenes (Team Meat): "Gemessen an dem, was enthüllt wurde, bietet mir die Xbox One nichts, was ich nicht schon in meinem Wohnzimmer stehen haben würde oder was ich haben wollte." So habe er auch bereits einen PC an seinen Fernseher angeschlossen und keinerlei Verlangen danach, Kinect zu benutzen und sei auch nicht interessiert an Call of Duty oder EA Sports. Er wolle abwarten, welche Spiele Microsoft auf der E3 vorstellen wird. Allerdings sei er sich bewusst, welche Pläne Microsoft mit der Xbox One verfolgt, und das erste Unternehmen, dass eine solche Multimedia-Konsole verkaufen könne, werde das Rennen machen. Schlussendlich werde der Preis darüber entscheiden.
  • Alex Hutchinson (Ubisoft Montreal): Für ihn gebe es nichts schöneres als den Geruch von frischem Plastik und den ersten Blick auf den Ladebildschirm einer neuen Konsole. Die Leute seien, soweit er sich erinnern könne, schon immer über Präsentationen neuer Konsolen enttäuscht gewesen. Er als Entwickler kenne bereits einige der Spiele, die sich in der Entwicklung befänden und er könnte nicht gespannter sein.
  • Ian Cummings (Zynga): Obwohl er seit einigen Jahren nicht mehr im Konsolengeschäft tätig ist und sich seither mehr den Social- und Mobile-Networks gewidmet hat, sei er keiner von denen, die in der Xbox One den Tod aller Konsolen sehen würden. Es sei das Beste, was sie tun könnten, indem sie versuchten, die Xbox One zum Multimedia-Gerät für das Wohnzimmer zu gestalten. Die Leute würden immer mehr dazu tendieren, ihre Spielgewohnheiten auf Tablets und Smartphones zu verlagern und das einzige Gerät, das bislang konstant verblieb, sei einfach der Fernseher. Und von daher müsse die Xbox One all ihre Möglichkeiten aufwenden, um das auszunutzen. Allerdings sei er nicht glücklich über einige von Microsofts Entscheidungen und nennt dabei Online-Only und mangelnde Unterstützung für Indie-Entwickler, das er darin begründet sehe, dass Microsoft wohl fürchtet, die Indie-Spiele würden den AAA-Titeln das Wasser abgraben. Beides seien Dinge, die ihn am meisten gestört hätten und unter Umständen dazu führen könnten, dass für ihn Sony mit der PS4 gewinnen werde. Und dennoch werde er sich wahrscheinlich eine Xbox One kaufen.