Microsoft Studios Corporate Vice President Phil Spencer sprach am letzten Tag der Game Developers Conference 2014 über den turbulenten Anfang der Xbox One und reflektierte auch über die Kontroverse von Microsofts 'Always on'-Richtlinie, von der Microsoft sich schlußendlich distanzierte.

Xbox One - Phil Spencer über 'Always on'-Debatte: Wir hätten deutlicher sein sollen

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Am Ende ruderte Microsoft zurück und ließ vom 'Always on' ab
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"Wir hätten deutlicher und präziser darüber sein sollen, was unsere wahren Absichten mit dem Produkt waren", so Spencer über Microsofts ursprüngliche Pläne mit der Xbox One, zu denen auch die 'Always on'-Richtlinie gehörte. Microsoft habe die Schmach verdient, da man die Kommunikation mit den Kunden nicht ernst genommen habe.

Doch Spencer zeigte sich auch erfreut über den großen Erfolg mit Titanfall, das in England einen Anstieg der 'Xbox One'-Verkäufe um nahezu 96 Prozent mitverantwortete. Ironischerweise handelt es sich bei Titanfall um ein reines Multiplayer-Spiel, dass eine ständige Verbindung mit dem Internet voraussetzt, damit man es spielen kann.

"Wir hatten unsere größte Xbox Live Woche seit dem Launch. Ich kann sehen, dass die Spieler eine Menge Titanfall spielen", zeigt sich Spencer erfreut. "Ein neues Studio ist am Horizont aufgetaucht und sein erstes Spiel ist ein überwältigender Erfolg. Glücklicherweise haben wir dieses Spiel auf der Xbox zu einer Zeit erhalten, die von größter Bedeutung für uns ist."

Auch das Verhältnis Microsofts zu den Indie-Entwicklern wurde angesprochen. Diese Beziehung stand von Beginn an unter keinem guten Stern. So sollten Indie-Entwickler anfangs auch weiterhin nicht im Selbstvertrieb veröffentlichen dürfen, eine Praxis, die mittlerweile bei allen Konsolenherstellern gang und gäbe ist.

"Für uns war es immer Teil des Plans gewesen, aber die Frage lautete: Wann sollen wir darüber sprechen", so Spencer über Indie-Entwickler. "Ich fühlte mich wirklich gut durch den Erfolg, den wir mit Indie-Entwicklern haben, die unsere Xbox One als Zielplattform für ihre Spiele ansehen." So seien die meisten Indie-Entwickler auch äußerst zufrieden mit der Xbox One.

Allerdings verweigerte Spencer eine direkte Antwort auf die Frage, wann und wie Microsoft seine Richtlinien für Indie-Entwickler lockern werde. Auch darüber, ob Microsoft mit der 'Xbox Live'-Plattform eine ähnliche Distribution wie Valve mit Steam und Early Access anstrebe, hielt sich Spencer bedeckt.

"Heute ist ein Spiel ein Spiel. Für ein Elternteil, das seine Kinder auf die Plattform lässt, ist es wichtig zu wissen, was für ein Spiel es ist. Man muss dem Konsumenten, dem Spieler deutlich mitteilen, dass dieses Spiel sich in einer anderen Verfassung befindet. Man sollte niemanden in die Irre führen wollen", mahnt Spencer.

Microsoft werde vieles unternehmen, um seine Plattform ähnlich Valves Steam aufzubauen, man wolle aber keine Konkurrenz sein. Überhaupt sei Valve sowieso mehr auf den PC ausgerichtet.