Peter Molyneux ist momentan ziemlich beschäftigt. Sein interessantes Experiment Curiosity: What's Inside the Cube nähert sich der Enthüllung des Geheimnisses, was wohl gemessen an den noch vorhandenen 50 Schichten bis zum 21. Mai fällig sein dürfte, und zudem arbeitet sein Team von 22cans an dem Kickstarter-finanzierten Spiel Godus, für das sie ganze 526.563 Pfund an Finanzierung einstreichen konnten. Trotz der ganzen Arbeit findet Molyneux noch Zeit, Anfragen von der Presse zu beantworten und teilte Edge mit, was er von der neuen Konsole erwartet.

Peter Molyneux mag einer der kontroversesten Spiele-Designer sein. Leere Versprechungen und überemotionale Reaktionen gepaart mit nostalgischem Schwelgen in Erinnerungen, haben immer öfters eine gewisse Seriösität vermissen lassen. Doch im Grunde ist Molyneux ein Spieler und als solcher hat er auch gewisse Erwartungen an Konsolen. So auch bei der kommenden Konsole von Microsoft. Seine Aussagen dürften auch insofern interessant sein, da er einige Jahre für Microsoft gearbeitet hat und von daher intern eine Menge erfahren konnte, was die Pläne für die neue Konsole betraf.

So freue er sich schon darauf, zu sehen, was Microsoft enthüllen werde, da er in seiner Zeit bei Microsoft viel darüber erfahren habe, wie die Pläne für die neue Konsole aussahen. Doch Pläne würden sich auch laufend ändern. "Ich bin mir sicher, dass sie eine Menge Zeit, viele Gedanken und Proben in die Pressekonferenz gesteckt haben, aber ich bin gespannt darauf, zu sehen, was die neue Hardware sein wird, und wie sie sich in dieser neuen Welt, in der wir uns befinden, einfügen wird - diese neue Welt der Hyper-Konnektvität, der Super-Portabilität," so Molyneux. "Aber vielleicht gehen sie auch aufs Ganze und sagen, 'Wisst ihr was? Wir sind eine Spielekonsole, und als solche definieren wir uns auch' und sagen, dass sie sich nicht um Hyper-Konnektivität oder Hyper-Portabilität scheren. Es wird spannend werden, für welchen Weg sie sich entscheiden."

Er persönlich fände es besser, wenn Microsoft letzteren Ansatz verfolgen würden. Sich also in erster Linie auf die Konsole konzentrieren und dann erst über soziale Aspekte nachdenken.

"Das ist mein persönliches Gefühl als Spieler. Was ich tun würde, wäre, mich darauf zu konzentrieren, wofür diese Konsole geschaffen wurde: um Spiele zu spielen. Sie ist für diese massive, unglaublich loyale Spielerschaft da draussen geschaffen worden, damit sie Spiele spielen kann. Als sie damit begannen, all diese Sachen da mit reinzubringen, dachte ich mir, 'Schaut mal, ich möchte keine andere Weise, um Facebook zu betrachten.' Wisst ihr, ich habe soviele Möglichkeiten, Facebook zu betrachten. Ich möchte keine andere Art, um Netflix zu betrachten. Gebt mir einfach, wofür ich 299 Pfund bezahlt habe, die Möglichkeit, atemberaubende, unglaubliche Videospiele zu spielen."

Für Molyneux sei es unnötig, die Spielekonsole von heute zwanghaft zum medialen Zentrum des Wohnzimmers machen zu müssen. Er wolle einfach nur eine Spielekonsole.

Was denkt ihr? Teilt ihr seine Meinung oder findet ihr, dass heutige Konsolen durchaus die Aufgaben, beispielsweise einer Sky-Box übernehmen sollten?