Laut Xbox Japans General Manager Takashi Sensui sind die Besitzer einer Xbox One in Japan äußerst zufrieden mit der Hardware. Dennoch kämpft Microsofts Next-Gen-Konsole mit unter 1500 Verkäufen in der Woche. Ist dies das Ende von Microsofts Konsolen-Bemühungen in Japan?

Xbox One - Japanische Kunden zufrieden, dennoch weit unter 1500 Verkäufe pro Woche

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuXbox One
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 26/271/27
Schon der Verkaufsstart der Xbox One in Japan verlief eher schleppend
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
8 weitere Videos

Microsoft hatte es nie besonders leicht auf dem Heimatmarkt der japanischen Konsolen. Lange Zeit war das Konsolengeschäft fest in japanischer Hand und der Einstieg der Redmonder klang für viele nicht besonders verheißungsvoll. Während sich die Xbox-Konsolen weltweit bestens verkaufen, bleib der japanische Markt immer ein heikles Thema. Aufgrund einiger Fehlentscheidungen was Design und Software betraf, hatte bereits die allererste Xbox erhebliche Probleme. Das Vertrauen der Japaner war dahin. Das mangelnde Vertrauen sollte sich auch bei der Xbox 360 zeigen.

Und das setzt sich auch bei der Xbox One weiter so fort. Schon der Launch war ein halber Flop im Vergleich zu den Verkaufszahlen der Konkurrenz-Konsolen PS4 und sogar Wii U. Gerade mal 23.562 Exemplare der Xbox One konnten in der ersten Verkaufswoche abgesetzt werden. Von der PS4 konnten in der ersten Verkaufswoche rund 310.000 Exemplare verkauft werden, während sich selbst die Wii U von Nintendo 308.000 Mal verkaufte.

In der zweiten Verkaufswoche fiel die Zahl der verkauften Exemplare bereits auf 3015 Stück. Und die neuesten Media Reports aus Japan verdeutlichen das Nischendasein, dass die Xbox One in Japan führt: Gerade mal 1314 Exemplare konnten in der letzten Woche an den Mann gebracht werden. Und das trotz der Tokyo Game Show, die normalerweise die Hardware-Verkäufe kräftig pusht. Auch hier der Vergleich: Von der PS4 konnten in derselben Woche nahezu 9000 Exemplare verkauft werden. Und von Nintendos Wii U immerhin noch 8400 Stück.

Ein genereller Hass auf amerikanische Produkte kann hier kaum als Grund genannt werden, auch Apples iPhone erfreut sich in Japan größter Beliebtheit. Eher verdeutlicht das wieder einmal den stagnierenden, ja sogar schwächelnden Konsolenmarkt in Japan. Stattdessen spielen Japaner lieber mit ihren Smartphones.

Zudem muss auch hier wieder angemerkt werden, dass die Vorlieben der japanischen Spieler kaum befriedigt werden. Japanische Spiele auf der Xbox One sucht man derzeit noch so gut wie vergebens. Selbst die Spiele, die es gibt wie die Animeversoftung Psycho-Pass und Platinum Games' exklusives 'Xbox One'-Spiel Scalebound wurden auf der Tokyo Game Show entweder kaum oder gar nicht erst öffentlich gezeigt.

Xbox Japans General Manager Takashi Sensui teilte aber auch mit, dass die japanischen Kunden momentan äußerst zufrieden mit ihrer Xbox One seien, und dass noch viele japanische Spiele auf der Xbox One erscheinen werden.

Falls Microsoft mit der Xbox One in Japan baden geht, dürfte dies mit Sicherheit die letzte Konsole von ihnen in Japan gewesen sein.