Ein Gerücht macht derzeit die Runde, wonach allein der Gebrauch von Schimpfwörtern und Öbszönitäten in Skype und Upload Studio zu einer temporären Sperre seitens Microsoft führen kann.

Xbox One - Gerücht: Sperrt Microsoft Nutzer wegen Schimpfwörtergebrauch in Skype und Upload Studio?

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Überwacht Microsoft doch Gespräche?
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Mehrere 'Xbox One'-Besitzer teilten über Twitter, Reddit und im offiziellen Xbox-Forum mit, dass sie aufgrund "eines vergangenen Verhaltens" von Microsoft einen temporären Bann für 24 Stunden erhalten haben, wodurch sie weder Skype noch Upload Studio verwenden konnten.

Twitter-Nutzer getB3NT zeigte die kuriose Fehlermeldung, die nach dem Bann erschien. Sie lautete wie folgt: "Wähle etwas anderes zum Spielen / Abspielen. Wegen Ihres vergangenen Verhaltens können nicht Xbox Live Gold wird vorausgesetzt, um Skype für Xbox One zu nutzen."

Abgesehen davon, dass offensichtlich etwas in dem Satz fehlt, ist es doch besorgniserregend, dass Microsoft den Nutzer gebannt hat. getB3NT gibt an, dass er in einem privaten Skype-Telefonat ein Schimpfwort benutzt habe, was zu dem Bann geführt haben soll.

Auch Reddit-Nutzer MakVolci hat Ähnliches zu berichten. Bei ihm war es allerdings ein Video, welches er mit Upload Studio hochlud, das dann zu seiner Sperre führte. Auch er gibt an, in dem Video obszöne Wörter benutzt zu haben. Weitere Nutzer berichteten über das offizielle Xbox-Forum von ihren jeweiligen Sperren. Allen gemein ist entweder die Nutzung von Schimpfwörtern oder eben die Nutzung obszöner Wörter.

Bei vielen Nutzern war die temporäre Sperre nach 24 Stunden wieder aufgehoben, spätestens jedoch, nachdem sie mit dem Kundenservice gesprochen hatten. Doch Skype mache bei einigen auch nach der Sperre noch immer Probleme.

Die Frage, die sich hier stellt, ist die, wie Microsoft die Gespräche kontrollieren und überwachen wollte. Hören sie etwa doch heimlich mit? Dazu hat Microsoft nun ein offizielles Statement veröffentlicht:

"Um es klarzustellen, Das Xbox Live Richtlinien- & Durchsetzungsteam überwacht nicht die direkten Peer-to-Peer-Kommunikationen wie Skype-Chats und Skype-Telefonate", so ein Repräsentant von Microsoft. "Außerdem nehmen wir die Einhaltung unseres Verhaltenskodex über Upload Video sehr ernst. Wir möchten eine saubere, sichere und schöne Umgebung für alle unsere Nutzer. Gegen extreme Obszönitäten wie auch andere Verstöße gegen die Verhaltensregeln wird entschieden vorgegangen und resultiert in der Aussetzung einiger oder aller Privilegien über Xbox Live. Wir bleiben auch weiterhin engagiert darin, ein sicheres und genießbares Erlebnis für alle unsere 'Xbox Live'-Mitglieder zu wahren und zu fördern."

Dennoch bleibt hier die Frage, wie Microsoft überhaupt vom Gebrauch der Schimpfwörter in den privaten Skype-Telefonaten erfahren und die nötigen Schritte einleiten konnte, wenn das Unternehmen, wie versichert, keine Peer-To-Peer-Verbindungen überwacht und somit die Gespräche weder mithört oder mitschneidet.