CD Projekt REDs Lead Engine Programmer Balázs Török ist überzeugt, dass die Xbox One noch über versteckte Leistungsreserven verfügt, die Microsoft im Laufe der Zeit freigeben könnte.

Xbox One - CD Projekt RED: Microsoft könnte versteckte Leistungsreserven freigeben

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Wieviel mehr an Leistung liegt noch in der Xbox One versteckt?
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CD Projekt RED befindet sich derzeit an den Arbeiten zu ihrer finalen Geschichte über den Hexer Geralt in The Witcher 3: Wild Hunt. Das Spiel soll nicht nur seine beiden Vorgänger in jeglicher Hinsicht übertreffen, sondern auch Konkurrenzprodukte wie The Elder Scrolls 5: Skyrim in den Schatten stellen. Nicht zuletzt in Sachen Grafik wolle man neue Maßstäbe setzen. Doch das erfordert nun mal auch über genügend Rechenleistung. Nicht wenige Leute sind der Meinung, dass die Xbox One der PS4 nicht das Wasser reichen könne. Doch CD Projekt REDs Lead Engine Programmer Balázs Török glaubt, dass die Xbox One, genau wie die Xbox 360 über versteckte Leistungsreserven verfügt, die früher oder später durch Microsoft freigegeben werden könnten. Das sei bereits bei der Xbox 360 um 2007 / 2008 der Fall gewesen.

"Ich sah wie Microsoft einige Bereiche öffnete, die sie zuvor noch vor den Entwicklern geheimgehalten haben", so Török. "Sie öffneten diese Bereiche und sagten, 'Okay, jetzt könnt ihr diese Hintertür verwenden, es ist riskant, aber ihr könnt dann dies und das tun...' Auf diese Weise lernten die Entwickler Stück für Stück ein wenig mehr [über die Xbox 360]. Es war eine gute Methode von Microsoft, die Entwickler jedes Mal immer ein wenig mehr machen zu lassen."

Ob Microsoft diese Methode auch bei der Xbox One anwenden könnte? "Das weiß ich nicht, weil wir uns nicht an einem Punkt befinden, wo sie etwas Neues öffnen würden. Wir haben einfach das, was wir momentan nun mal so haben. Und vielleicht werden wir in Zukunft etwas mehr Low-Level-Zugang erhalten."

Doch man dürfe es sich nicht so vorstellen, als würde Microsoft komplett neue Hardware präsentieren. Es seien lediglich neue Methoden, bestimmte Dinge zu erledigen. Sowohl Microsoft wie auch Sony würden bereits ihr komplettes Wissen aus früheren Konsolen dazu verwenden, um die API für die Spiele maßzuschneidern. Török glaube von daher eher, dass sie eine Methode präsentieren könnten, die zwar riskanter sei, aber auch dazu imstande sei, ein Maximum an Leistung zu gewähren.

"Das wird letztlich so passieren, aber momentan bereiten wir uns darauf vor", so Török.

Einen Vorteil habe die Xbox One aber schon heute: Zugänglichkeit. "Die Xbox One ist ziemlich einfach zu verstehen, einfach weil nicht nur die Hardware sehr PC-nah designt wurde, sondern einfach alles darin. Von der SDK über die API ist wirklich alles darin wie aus einem PC. Auf der PS4 ist es etwas komplizierter..."