Den deutschen und amerikanischen Forschern von Desy und IBM ist es gelungen, den kleinsten Speicher der Welt zu bauen. Herkömmliche Festplatten benötigen für die Speicherung von einem Bit etwa eine Million Atome, aber nun ist es den Wissenschaftlern gelungen, ein Datenbit auf gerademal zwölf Eisenatomen zu speichern.

Mit dieser Technologie sei es möglich, dass die Speicherdichte von Festplatten um etwa 100 Mal höher liegt als bisher. Zum Vergleich: Die Speicherdichte der Neuentwicklung erreicht etwa die Werte des menschlichen Erbmaterials DNA.

Um dies zu realisieren, haben die Forscher erstmals sogenanntes antiferromagnetisches Material verwendet, das bislang als ungeeignet für die Sicherung von Daten galt. Leider hat die neue Speicherlösung aber auch einen Haken, denn bisher können die Speicher nur unter besonderen Bedingungen eingesetzt werden. So wird für den stabilen Betrieb eine Temperatur von -268 Grad benötigt und die Struktur wurde mit Hilfe eines Rastertunnelmikroskops Atom für Atom aufgebaut.

Bisher ist noch nicht bekannt, ob diese Technologie auch in einigen Jahren in den Festplatten stecken wird. Es wird sich wohl auch erst nach vielen weiteren Entwicklungsjahren zeigen, ob die verbesserte Speicherlösung auch für die Massenproduktion geeignet sein wird.