Dass sich James Cameron auch für die Wissenschaft interessiert und einsetzt, dürfte spätestens seit seinem erst vor wenigen Wochen absolvierten Tauchgang zum tiefsten Punkt der Erde klar sein.

Nun will Cameron im wahrsten Sinne des Wortes hoch hinaus. Gemeinsam mit einer Gruppe an bekannten Investoren will er sich im Weltall auf die Suche nach Ressourcen machen. Dafür wurde das US-Unternehmen Planetary Resources ins Leben gerufen, welches neben James Cameron unter anderem auch von Google-Chef Larry Page und Eric Schmidt unterstützt und mitfinanziert wird.

Planetary Resources will sich die Ressourcen von "erdfernen Quellen" sichern, dazu gehören auch fremde Planeten, vor allem aber Asteroiden. Doch noch ist das Zukunftsmusik, immerhin muss das Unternehmen nun erst einmal einen Weg finden, beispielsweise auf solch einem Asteroiden landen zu können, um etwa Eisen abzubauen. Hinzu kommt schließlich noch die fehlende Erdanziehungskraft, was das Vorhaben deutlich erschweren könnte.

Die ersten Geräte jedenfalls sollen bereits in der Produktion sein und schon innerhalb von zwei Jahren soll es möglich sein, dass eine Vorhut an Raumfahrzeugen ins All starten kann. Erst Teleskope zur Auskundschaftung und später dann Roboter, um die Bodenschätze aus dem Gestein der Asteroiden zu lösen.

Dabei schließt man nicht aus, die Asteroiden näher an die Mond-Umlaufbahn zu bringen, um so einen kürzeren Weg zu haben. Das aber würde pro Asteroid 2,6 Milliarden US-Dollar kosten - und ein solches Projekt wäre erst für 2025 vorstellbar. Eigene Tankstellen im Weltall könnte es sogar schon 2020 geben.

Ein paar Parallelen zu Camerons Avatar hat das Ganze ja, wo er ein solches Vorgehen sogar verteufelt. Dort wollen die Menschen die Na'vi von Pandora vertreiben, um Rohstoffe abzubauen. Die Menschen stellt Cameron als böse dar. Und möglicherweise hat das alles für Cameron nicht nur einen wissenschaftlichen Hintergrund, sondern dient auch als Inspiration für ein künftiges Filmprojekt.