Wer ES-CPUs in die Finger bekommt, der hat entweder ein NDA mit strengen Auflagen unterschrieben oder aber das Vorserien-Modell unerlaubt über andere Kanäle bezogen.

Immer wieder finden sich ES-Prozessoren in einschlägigen Online-Auktionshäusern wieder und müssen nicht lange auf einen neuen Abnehmer warten, schließlich lassen sich die Samples in der Regel höher übertakten als ihre Retail-Kollegen und verfügen über einen nach oben hin geöffneten Multiplikator.

Der kommerzielle Verkauf solcher Intel-Prozessoren brachte nun vier Mitarbeiter eines taiwanesischen OEM-Partners von Intel für fünf Jahre hinter Gitter. Das bestätigte in dieser Woche das Criminal Investigation Bureu gegenüber der China Post. Die vier Mitarbeiter haben aus reiner Profitgier gehandelt und seit 2009 mehr als 500 Engineering Samples verkauft.

Während einer Razzia wurden immerhin noch 178 Prozessoren im Wert von geschätzten 82.600 US-Dollar sichergestellt.

Die ganze Aktion ist wohl ein Beleg dafür, dass Intel stärker gegen den illegalen Handel seiner ES-CPUs vorgeht.