Ende Oktober vergangenen Jahres kündigte Sony an, Ericssons 50-prozentigen Anteil am Joint Venture Sony Ericsson übernehmen zu wollen. Der Deal sollte die Japaner 1,05 Mrd. Euro kosten. Abzuwarten war, wie immer bei solch großen Übernahmen, die Zustimmung Wettbewerbskommissionen und Kartellämtern. Diese Zustimmungen sind erteilt und die Übernahme genehmigt worden. Wie Sony heute mitteilte, ist die Transaktion somit vollständig abgeschlossen.

Damit wird aus dem Joint Venture Sony Ericsson ein Sony-eigenes Tochterunternehmen: Sony Mobile Communications. Als Markennahme streicht der Konzern schlicht Ericsson und wird zukünftige Smartphones und Tablets nur noch als Sony anbieten.

Dabei setzt das Unternehmen voll auf seine neue 4-screens-Strategie mit der der Konzern Smartphones, Tablets, Notebooks und Fernseher zu einem Gesamtsystem verbinden soll. Das so geschaffene Ökosystem soll das Streamen von Bildern und Videos oder deren Synchronisation erleichtern. Dadurch verspricht man sich höhere Absätze in allen Unternehmenszweigen.

Mit der Übernahme starten Sony und Ericsson ein Cross-Licensing-Abkommen, das Sony Urheberrechte für alle bisherigen Sony Ericsson Produkte und Dienste gewährt. Außerdem erhält der Hersteller ein Patentportfolio, das aus fünf Patentfamilien zu Technologien für drahtlose oder mobile Endgeräte besteht. An der Führung des Unternehmens ändert sich unterdessen nichts. Bert Nordberg wird weiterhin an der Spitze bleiben und somit statt Sony Ericsson nun Sony Mobile Communications führen.