Einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ zufolge will die Deutsche Telekom zukünftig in Neubaugebieten und Ortschaften auf dem Lande keine neuen Kupferleitungen mehr verlegen. Laut dem Konzern würden sich diese Festnetzanschlüsse schlichtweg nicht mehr rentieren.

Dieses Vorhaben stößt vor allem bei dem Regulierer der Kommunikation in Deutschland, der Bundesnetzagentur, auf Widerstand, denn laut dem Telekommunikationsgesetz ist die Telekom dazu verpflichtet, bundesweit für die Mindestversorgung der deutschen Bevölkerung zu sorgen.

Auch aus der Politik kommt Kritik zu dem Vorhaben. „Da bestehen hohe Zweifel“ lies der parlamentarische Geschäftsführer der Union, Bernhard Kaster, verlautbaren. Als Ersatz will die Telekom via Mobilfunk die Versorgung garantieren. Jedoch konnte die Deutsche Telekom bis jetzt noch nicht beweisen, dass Mobilfunk eine adäquate Alternative zum Festnetz darstellt. Die Zweifel bestehen sowohl in der Verlässlichkeit, als auch in der Qualität.