Der Apple-Zulieferer Foxconn stand schon mehrere Male in der Kritik. Nun werden die Stimmen gegen das taiwanesische Unternehmen wieder lauter.
Laut einer Untersuchung des Economic Police Institute (EPI) haben sich die Arbeitsbedingungen in den letzten Monaten verschlechtert.

Der Grund ist vor allem die große Nachfrage nach dem neuen iPhone 5. Schüler würden zur Arbeit gezwungen werden, Mitarbeiter erreichen zum Teil 100 Überstunden pro Monat. Genaue Angaben sind schwer zu finden, da Foxconn die Extraschichten seiner Mitarbeiter nicht genau erfasst. Auch die von Apple und Foxconn vereinbarten Zahlungen, die rückwirkend für die Überstunden zu bezahlen waren, wurden nicht geleistet.

Die Fair Labor Association (FLA) hatte im letzten Bericht über den iPhone-5-Hersteller erwähnt, dass sich die Arbeitsbedingungen wesentlich verbessert hätten. Die EPI kritisierte nun die FLA, da diese nur im Juni und Juli in China vor Ort waren. Erst danach startete die Produktion des iPhone 5. Wenn sich zuvor die Bedingungen tatsächlich verbessert hätten, seien sie nun wieder schlechter geworden.

Erst vor wenigen Wochen streikten Mitarbeiter von Foxconn, weil ihnen chinesische Feiertage verwehrt wurden. Zudem gab es Beschwerden über zu hohe technische Anforderungen, die ohne eine Ausbildung kaum zu bewältigen sind.