Seit 2006 veröffentlicht die Umwelt-Organisation Greenpeace jährlich eine Öko-Bestenliste für IT-Hersteller. Für dieses Jahr verschärfte die Organisation die Kriterien und lobt die Entwicklung der führenden Hersteller seit Einführung der Rangliste. Die größte Änderung der Kriterien besteht darin, dass man das Regelwerk um drei Faktoren erweitert hat.

So sollen Hersteller zusätzlich Rohstoffe aus Kriesengebieten vermeiden, die Lebensdauer ihrer Produkte verlängern und Papier aus nachhaltig arbeitenden Betrieben beziehen. Die Organisation zeigt sich erfreut, dass führende Hersteller Schadstoffe größtenteils aus ihren Produkten verbannt haben. Bisher verzichtet tatsächlich jedoch nur der cupertinische Hersteller Apple komplett auf diese Stoffe. Andere Hersteller sehen mittlerweile zumindest im Notebook-Bereich von deren Einsatz ab.

Die Neuauflage der Kriterien wirft das Ergebnis aus dem letzten Jahr deutlich um. Führte im vergangenen Jahr noch das finnische Unternehmen Nokia die Rangliste an, platziert sich nun das US-amerikanische Unternehmen Hewlett-Packard mit weitem Abstand an erster Stelle.

Hinter HP befindet sich der ebenso aus der USA stammende Hersteller Dell, welcher gegenüber letztem Jahr acht Plätze aufgeholt hat. Das ex-bestplatzierte Unternehmen Nokia ist nun nur noch Drittplatzierter. Lenovo holt um ganze sechs, Apple um fünf Plätze auf. Sony verzeichnet einen Absturz von 5 Plätzen.

Zu beachten ist, dass Greenpeace die Ranglisten auf Basis von Hersteller-Aussagen erstellt. Dabei werden auch Maßnahmen berücksichtigt, welche lediglich in Planung und somit noch nicht umgesetzt sind