Der SSD-Markt ist heiß umkämpft. SSDs haben allerdings teilweise mit Ausfällen zu kämpfen. Wir berichteten dazu passend erst kürzlich über eine Studie, nach der parallel zu sinkenden SSD-Preisen auch die Qualität des verwendeten Flash-Speichers sinkt und die Ausfallwahrscheinlichkeit steigt.

Gerade wenn Nutzer gehäuft über Ausfälle berichten, leidet in diesem schnelllebigen Segment das Image betroffener Unternehmen massiv. Dabei spielt es nicht unbedingt eine Rolle, ob die Ausfallwahrscheinlichkeit von SSDs eines Herstellers X wirklich höher ist als bei den Produkten der Konkurrenz - die Wahrnehmung einzelner Negativfälle kann bereits ein negatives Image des Unternehmens hervorrufen und seinen Markterfolg gefährden.

In diesem Zusammenhang überraschen Manipulationsvorwürfe der Preissuchmaschine Geizhals.at gegen einen SSD-Hersteller nur bedingt. Angeblich hat OCZ eine Reihe von Konkurrenzprodukten auf diesem Portal negativ und die eigenen Produkte positiv bewertet. Laut dem Geschäftsführer von Geizhals.at, Marinos Yannikos, konnten 56 suspekte Bewertungen dem Hostnamen ocz83.ocztechnology.com zugeordnet werden.

Auffällig war auch ein Nutzer mit einer T-Mobile-IP-Adresse, der vor drei Tagen in nur einer Stunde 95 OCZ-SSD mit Bestnoten und 154 Konkurrenzprodukte mit der schlechtesten Note bewertet hat. Weitere auffällige Bewertungen sollen noch genauer überprüft werden.

Laut Geizhals.at werden auffällige Bewertungen gelöscht, die OCZ-IP wurde gesperrt. Für die Zukunft ist eine Überarbeitung des Bewertungssystems angedacht. OCZ selbst ist nach eigenen Angaben um Aufklärung bemüht und sichert der Preissuchmaschine Kooperation zu.