Das 1892 gegründete Unternehmen Kodak hat Investoren für seinen Neuanfang gefunden. Wie das Handelsblatt berichtet, werden von den Banken UBS, JP Morgan Chase und zwei weiteren Finanzfirmen fast 800 Millionen Dollar bereitgestellt. Damit könnte Kodak im kommenden Jahr das Insolvenzverfahren verlassen.

Die 793 Millionen Dollar werden nur unter der Bedingung zur Verfügung gestellt, dass Kodak Digital-Patente im Wert von 500 Millionen Dollar verkauft. Der Konzern hat schon seit einigen Monaten Probleme, diese zu verkaufen.

Im August 2012 wurde bekannt, dass die im Konflikt stehenden Firmen Apple und Google Angebote für einige Digital-Patente abgeben wollten. Die Unternehmensspitze erhoffte sich einen Milliardenerlös, der aber nicht zustande kam. Die damaligen Gebote blieben trotz der Patentkriege zwischen Apple und Google unter dem von Kodak angestrebten Wert.

Kodak hatte in den vergangenen Jahrzehnten entscheidende Innovationen für die klassische Fotografie entwickelt. Seit der digitalen Fotografie hat sich das Unternehmen aus der Herstellung von fotografischer Ausrüstung zurückgezogen und stellt unter anderem professionelle Druckmaschinen her.

Am 19. Januar 2012 stellte Kodak einen Insolvenzantrag und meldete kurz daraufhin die Einstellung der Produktion von Digitalkameras, Videokameras und digitalen Kameras.