Während man in den USA die Kreditkarte als das Zahlungsmittel schlechthin ansieht, ist in Deutschland noch immer Bares Wahres. Dennoch steigt auch hierzulande die Beliebtheit des bargeldlosen Bezahlens. Laut einer aktuellen EHI-Studie, die unseren Kollegen von crn.de vorliegt, konnte der Anteil des EC-Kartenumsatzes in den letzten Monaten kräftig zulegen. Insgesamt bezahlten die Deutschen im vergangenen Jahr 159 Milliarden Euro ohne Bargeld. Ein Jahr zuvor waren es noch acht Milliarden Euro weniger.

Besonders beliebt sind dabei EC- oder Debit-Karten, mit denen knapp 134 Milliarden Euro bzw. 84,5 Prozent es gesamten Kartenumsatzes erzielt wurden. Damit konnte die EC-Karte erstmals an den Kassen die 40-Prozent-Marke knacken. Der Bargeldanteil ging weiter zurück, macht mit 55,6 Prozent aber noch immer den Löwenanteil bei der Bezahlung aus.

Die Kreditkarte kommt in Deutschland weitaus seltener zum Einsatz. Schätzungen zufolge soll in neuen von zehn Fällen, in denen bargeldlos bezahlt wird, lieber zur EC-Karte gegriffen werden, was wohl daran liegt, dass die durchschnittlichen Einkaufsbeträge, die mit einer EC-Karte bezahlt werden, kleiner sind als die mit Kreditkarten.

Gleichzeitig soll sich der Handel auf neue mobile Zahlungssysteme vorbeireiten. Über 70 Prozent der großen Unternehmen sollen laut der EHI-Studie in die NFC-Technologie oder in QR-Code-Scanner investieren. In Deutschland besaß allein im letzten Jahr jeder dritte Deutsche ein Smartphone und schuf so beste Voraussetzungen für neue Bezahlsysteme.