Auftragsfertiger Foxconn war in den letzten Wochen und Monaten massiv in Kritik geraten. Die Arbeitsbedingungen seien miserabel.

Nachdem Apple, einer der größten Kunden von Foxconn, verstärkt Kontrollen ankündigte, man die Situation in den chinesischen Werken gemeinsam verbessern wollte und schließlich höhere Löhne ausbezahlt wurden, will man jetzt auch die Arbeitsbedingung verbessern.

Bislang müssen Foxconn-Mitarbeiter noch immer rund 60 Wochenstunden arbeiten und das obwohl das chinesische Arbeitsrecht maximal 49 Stunden zulässt. Ein Sprecher des Unternehmens gab am Mittwoch bekannt, man wolle Vorbild bei seinen chinesischen Werken für andere Konzerne werden.

Die ersten Fortschritte seien schon gemacht: So habe Foxconn die Verbesserungsvorschläge der Fair Labor Association (FLA) im Bezug auf die Sicherheit und Gesundheitsfürsorge der Mitarbeiter schneller als erwartet in die Tat umgesetzt und den Anforderungen angepasst.

Apple war als erstes Unternehmen der Elektronik-Branche Anfang des Jahres der FLA beigetreten und hatte mit entsprechenden Konsequenzen gedroht, sofern sich die Situation bei Foxconn nicht bessern würde.
Im Jahr 2010 hatten sich 14 Foxconn-Mitarbeiter das Leben genommen.