Vor einiger Zeit wurde das Projekt De-Mail ins Leben gerufen, um die Behördenpost auch per E-Mail abwickeln zu können und dadurch nicht mehr ausschließlich auf den klassischen Briefkasten zurückgreifen zu müssen.

Vor allem die Deutsche Post war an diesem Projekt beteiligt und hat viel Geld in die Entwicklung und auch Werbung investiert. Wie das Unternehmen heute aber nun meldet, möchte die Deutsche Post das Projekt aufgeben. Als Grund nannte Ralph Wiegand, Post-Vorstand für den E-Postbrief, dass dieses Projekt durch die derzeitigen Regelungen für das Identifizierungsverfahren keinen Sinn macht und deshalb keine Zukunft für De-Mail gesehen wird.

Beim registrieren eines neuen Nutzers via PostIdent-Verfahren werden nämlich neben den persönlichen Daten auch die Personalausweisnummer gespeichert und dies sieht das Gesetz für De-Mail aktuell nicht vor. Da die Deutsche Post das eigene Verfahren aber nicht auf das Gesetz anpassen möchte, stellt das Unternehmen das Projekt komplett ein und wird De-Mail nicht mehr anbieten.

Laut eigenen Angaben zufolge, kann die Deutsche Post bei Geldwäschen oder ähnlichem zur Haftung gezogen werden und deshalb ist laut Ansicht des Unternehmens nur eine Registrierung zusammen mit der Personalausweisnummer eine sichere Methode um dies zu verhinden. Ob der Gesetzgeber aufgrund dieser Tatsache das Gesetz nochmals anpassen wird, ist bisher nicht bekannt.