Nach zahlreichen offenen und verdeckten Anfeindungen nähern sich Apple und Google einander wieder an. So zumindest stellt es Eric Schmidt, der Aufsichtsratsvorsitzende des Suchmaschienenriesen, dar. Im Gespräch mit Reuters verriet er, dass zuletzt viele Gespräche zwischen beiden Unternehmen gegeben habe und sich das Verhältnis gebessert habe.

Einzelheiten zu den Treffen nannte er nicht, die „Liste der offenen Punkte“ sei aber noch „lang“. Die Spannungen hatten in vielen Bereichen zur Auflösung der Zusammenarbeit geführt. Für Verbraucher äußerte sich dies vor allem im temporären Fehlen einer offiziellen YouTube-Applikation für iOS-Hardware sowie im Wechsel weg von Google Maps hin zu Apple Maps; der populäre Kartendienst steht mittlerweile über den App Store aber ebenfalls wieder zur Verfügung. Auslöser der Spannungen dürfte vor allem Googles Android-Engagement gewesen sein.

Der ehemalige Apple-Chef Steve Jobs hatte erklärt, Android „zerstören“ zu wollen - zudem strengte er zahlreiche Klagen gegen Konkurrenten an, die das offene Betriebssystem für ihre Smartphones und Tablets nutzen. Ob eine Aussöhnung mit Google die aggressive Haltung gegenüber den Mitbewerbern bessern wird, bleibt abzuwarten. Der derzeitige Vorstandsvorsitzende Tim Cook hatte zuletzt immer wieder freundlichere Töne in Richtung Android angeschlagen.