Laut den Marktbeobachtern der Firma StatCounter soll Microsofts Windows Vista erstmals seit der Produktführung vor mehr als zwei Jahren, einen Marktanteil von über 30 Prozent erreicht haben. Zeitgleich verbuchte Windows XP einen Rückgang seiner Nutzer und ging auf unter 58 Prozent zurück, was einem Verlust von rund elf Prozent seit Januar gleichkommt. Diese Entwicklungen stehen laut den Marktforschern in einem direkten Zusammenhang. Man geht davon aus, dass die meisten Kunden von älteren Windows-Versionen zu Vista wechseln.

Des Weiteren sieht man laut, StatCounter-Chef Aodhan Cullen, im Erreichen der 30-Prozent-Marke ein Indiz dafür, dass der XP-Nachfolger nun endgültig in den USA Fuß gefasst hat. Auf der anderen Seite sieht er in dem langsamen Wachstum, aber auch einen Beleg dafür, dass Firmen Vista immer noch ablehnend gegenüberstehen. Hier führt er als Beweis die Benutzerzahlen an, so steigt der Vista-Gebrauch zum Wochenende regelmäßig an, während der XP-Anteil unter der Woche am höchsten ist. StatCounter ist jedoch auch der Auffassung, dass ehemalige XP-Nutzer zum Konkurrenzprodukt MAC OS-X gewechselt sind, da Windows-XP mehr Anteile verloren haben soll, als Vista dazu gewinnen konnte.

Als weiteren Beleg dafür sehen die Marktforscher den wachsenden Marktanteil von Apple. So stieg der Einsatz von Mac OS X um 1,7 Prozent von 6,6 auf 8,3 Prozent.
Der Anstieg der Marktanteile von Vista könnte jedoch auch nur von kurzer Dauer sein, wenn es Microsoft tatsächlich schafft, sein neues Betriebssystem Windows 7 rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2009 zu veröffentlichen.
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