Das Abspielen von Video-DVDs stellte bei bisherigen Windows-Versionen wie Vista oder XP und Windows 7 keine große Herausforderung dar. Einem offiziellen Blogeintrag des US-Konzerns Microsoft zufolge soll sich dies beim kommenden Windows 8 jedoch ändern. Demnach verfüge das Betriebssystem in seiner Standard-Version weder über ein Media Center noch über entsprechende Codecs zur Wiedergabe von Video-DVDs.

Grund für den Verzicht auf das Media Center und die Video-Codecs seien dem Microsoft-Entwickler Steven Sinofsky zufolge die sich ändernden Gewohnheiten der Nutzer. Demnach habe man über die Jahre festgestellt, dass Windows immer seltener zum Abspielen von DVD- bzw. BluRay-Filmen genutzt werde.

So sollen insbesondere Streaming-Dienste wie Netflix und YouTube stetig an Beliebtheit hinzugewonnen haben. Ausschlaggebend für die Entscheidung seien jedoch die hohen Lizenzgebühren für die Codecs gewesen. Für ein Betriebssystem, welches zu einem großen Teil auf Geräten ohne Laufwerk zum Einsatz kommen werde (Tablets , Ultrabooks), lohne sich der Erwerb dieser Lizenzen nicht.

Möchten Kunden dennoch über diese Features verfügen, so ist der Erwerb einer Erweiterung unabdingbar. Richtet sich das Windows 8 Media Center Pack vor allem an Nutzer von Windows 8 Pro, liefert das Windows 8 Pro-Pack neben den Codecs auch das Media Center für die Standard-Version von Windows 8 nach. Über die Preise der Software-Pakete ist bislang nichts bekannt.