Zusammen mit Windows 7 kommt der Windows Media Player 12. Microsoft hat sein Multimedia-Talent vor allem im Bereich Streaming verbessert.
Der Windows Media Player 12 (WMP) erstrahlt in neuer Optik. Bei der Wiedergabe setzt er auf ein schlankes Player-Fenster, das die abgespielten Medien in den Vordergrund stellt. Die schick aufbereitete Medienbibliothek bekommt dadurch im Hauptfenster ihren eigenen Bereich. Neben der direkten Unterstützung neuer Codecs (DIVX, XVID, H.264) und Container-Formaten (MP4, MOV, MTS) hat Microsoft vor allem die Streaming-Funktionen verbessert.
Streamen: Ein neuer Button bietet Zugriff auf die Funktionen.Die Funktionen bündelt Microsoft unter dem neuen Button Streamen. Mit ihnen können Anwender dem WMP sämtliche UPnP-AV-Funktionen beibringen. Ein alter Hut ist die Server-Funktion: Mit der Option "Automatische Wiedergabe der Medien durch Geräte zulassen" erlaubt ihr Streaming-Clients, eure freigegebenen Medien anzuzapfen.
Neu ist das Einsatzgebiet des Windows Media Player 12 als Renderer und Controlpoint. Damit steuert ihr unterstützte angeschlossene Geräte fern. Am einfachsten gelingt dies zwischen den Rechnern im Heimnetz. Der Anwender aktiviert lediglich die Option "Remotesteuerung des Players" zulassen. Aus dem Kontextmenü von Medien heraus sendet ihr dann durch Auswahl von "Wiedergeben auf" Filme oder Musik an die Windows Media Player der Heimnetz-Rechner.
PlayTo: Sendet Inhalte an unterstützte Geräte.Dabei lassen sich auch verschiedene Medien gleichzeitig an unterschiedliche Player verteilen. Eine synchrone Wiedergabe von nur einem Medium auf allen angeschlossenen Geräten unterstützt der WMP hingegen noch nicht. Besonders spannend könnten die neuen Streaming-Funktionen des WMP im Zusammenspiel mit DLNA 1.5-zertifizierten Geräten werden. Mit wenigen Klicks lassen sich so Filme der Heimnetz-Bibliothek auf einem unterstützten Fernseher abspielen.
Im Test war es allerdings nicht ganz einfach, unterstützte Geräte zu finden. Mit dem eigentlich DLNA 1.5 zertifizierten Netzwerkplayer Zyxel DMA-2500 ließen sich zwar alle Funktionen anwählen. Das Gerät verweigerte aber die Wiedergabe. Eine Popcorn Hour C-200 spielte im Test sämtliche Medien zuverlässig, versagte uns aber die Seeking- und Pause-Funktionen. Es wird aber sicher nicht lange dauern, bis Hersteller mit entsprechenden Firmware-Updates aufwarten.