Wundertüte Windows 7: Sie steigert die Reichweite eures WLAN-Netzes, verteilt Filme und Musik im ganzen Haus und lässt sich mit wenigen Klicks auf einen beliebigen Systemzustand zurücksetzen. Wir erklären, wie's geht.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von chip.de.

Windows 7 bietet mehr als eine schicke Taskleiste und die "Schüttel-das-Fenster"- Funktion. Mit unseren Tipps steigert ihr die Reichweite eures WLAN-Netzwerks. Außerdem zeigen wir spannende neue Möglichkeiten, die virtuelle Festplatten (VHDs) bieten.

Windows 7 - Profi-Tricks für Windows 7: Mehr Spaß, Speed, Sicherheit

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Darüber hinaus geben wir praktische Tipps für den Windows-7-Alltag und zeigen, wie einfach eine Windows-7-Installation auf einem Netbook gelingt.

Virtual WiFi: Cleverer drahtlos surfen

Mit Virtual WiFi steigern Windows-7-Anwender die Reichweite im WLAN-Heimnetz und minimieren den Konfigurationsaufwand unterwegs.

Microsofts Virtual WiFi setzt auf einer vorhandenen WLAN-Karte auf und erweitert diese um eine virtuelle Schnittstelle. Mit ein wenig Nachhilfe wird ein Notebook oder ein entsprechend ausgerüsteter Desktop-PC so zu einem Software Access Point, mit dem sich weitere WLAN-Geräte, wie Notebooks oder Handys leicht verbinden lassen. Das resultierende Netzwerk nennt Microsoft gehostetes Netzwerk (Hosted Network). Den Namen dieses gehosteten Funknetzes (SSID) und das Netzwerkkennwort gebt ihr bei der Einrichtung vor.

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Virtual WiFi: Unser WLAN-Handy verbindet sich mit der virtuellen WiFi-Schnittstelle.
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Dadurch eröffnen sich zwei interessante Möglichkeiten: Falls die Signalstärke eures WLAN-Routers zum Beispiel nicht bis auf den Balkon reicht, könnt ihr euch mit eurem Notebook bequem mit dem gehosteten Netzwerk des nahen Desktop-PCs verbinden. So lässt sich die Reichweite im Funkheimnetz steigern. Wenn auch zu dem Preis, dass der Desktop-Rechner jetzt ebenfalls eingeschaltet sein muss.

Die zweite Möglichkeit betrifft Anwender, die sich unterwegs häufig mit öffentlichen Hotspots verbinden, etwa in Internet-Cafés oder Hotels. Dank Virtual WiFi genügt es, wenn ihr weitere WLAN-Geräte wie Handys oder die tragbare Spielkonsole auf das gehostete Netzwerk einrichtet. Statt jedem Gerät die WLAN-Konfiguration des Hotspots einzeln beizubringen, müsst ihr nur euer Windows-7-Notebook mit dem Hotspot verbinden. Die weiteren Geräte greifen dann per VirtualWiFi bequem auf das Internet zu.

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Schnittstelle aktivieren: Die Netzwerkübersicht zeigt unser Virtual WiFi als Drahtlosnetzwerkverbindung 3 an.
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Konfiguration per NetShell

Microsoft hat seiner NetShell die nötigen Kommandos beigebracht, um Virtual WiFi einzurichten. Daher benötigt ihr zunächst eine Konsole mit Administrator-Rechten. So eine Konsole öffnet ihr am bequemsten, indem ihr das Startmenü per -Taste aufruft und "cmd" eingebt. Statt zu drücken wartet ihr, bis die Suche des Startmenüs den Eintrag cmd.exe auflistet. Öffnet durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf den Eintrag das Kontextmenü und wählt hier die Option "Als Administrator" ausführen. Wenn es geklappt hat, öffnet sich die Konsole mit dem Fenstertitel "Administrator: ...."

Der Befehl netsh wlan /? gibt euch einen ersten Überblick über die WLAN-Kommandos der NetShell. Mit set legt ihr Konfigurationseinstellungen fest, start und stop startet beziehungsweise stoppt das Netzwerk und show liefert detaillierte Informationen. Um euer Virtual WiFi einzurichten, gebt ihr den Befehl netsh wlan set hostednetwork mode=allow ssid="EURE SSID" key="EUER KENNWORT" keyUsage=persistent ein. Ersetzt dabei EURE SSID und EUER KENNWORT durch einen Netzwerknamen und ein Passwort eurer Wahl. Die Meldungen im Screenshot zeigen den Erfolg des Befehls. Durch Eingabe von netsh wlan start hostednetwork startet ihr euer Netzwerk anschließend.

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Erfolgreiche Einrichtung: Der Geräte-Manager weist unseren virtuellen Netzwerkadapter aus.
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Im Dialog Netzwerkverbindungen taucht jetzt eine neue Drahtlosnetzwerkverbindung auf. Zudem kennt der Geräte-Manager das neue Netzwerkgerät "Microsoft-Adapter für Miniports virtueller WiFis". Im Umgang unterscheidet sich die virtuelle Schnittstelle nicht von einer gewöhnlichen WLAN-Karte. WLAN-fähige Geräte verbindet ihr wie gewohnt mit der SSID und dem Kennwort, dass ihr bei der Einrichtung angegebenen habt.

Hinweis: Leider unterstützen noch nicht alle WLAN-Karten-Treiber Virtual WiFi. Insbesondere die häufig in Notebooks verbauten Intel-Chipsätze produzierten beim Versuch, das gehostete Netzwerk zu starten, eine Fehlermeldung.

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WLAN einrichten: Konfiguration einfach auf USB-Stick kopieren.
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WLAN einrichten - kinderleicht

Nicht neu in Windows 7 - aber immer noch recht unbekannt - ist eine clevere Funktion, mit der ihr spielend die WLAN-Konfiguration mehrerer Geräte erledigt. Dazu kopiert ihr die Konfiguration einer bestehenden WLAN-Verbindung einfach auf einen USB-Stick und richtet mit diesem weitere Geräte ein.

Die gesuchte Option findet ihr im Eigenschaften-Dialog einer bestehenden WLAN-Verbindung, den ihr per Kontextmenü entweder über das Netzwerk-Symbol im Systemtray oder den Dialog "Drahtlosnetwerke verwalten" öffnen. Wechselt im Eigenschaften-Dialog auf die Registrierkarte Verbindung und wählt "Dieses Netzwerkprofil auf ein USB-Flashlaufwerk kopieren". Ein Assistent begleitet euch bei den nächsten Schritten.

Installation: Festplatte besser vorbereiten

Der Installer von Windows 7 mag simpel sein, bietet Profis beim Vorbereiten der Festplatten aber zu wenig Konfigurations- möglichkeiten. Mit diesem Trick umgeht ihr das eingeschränkte Partitionierungs-Tool.

Wer die Tastenkombination + kennt, muss bei der Windows-Installation nicht auf Komfort verzichten. Das Tastaturkürzel öffnet zu jedem Zeitpunkt der Installation eine Konsole mit Administrator-Rechten. Es ist sogar möglich mehrere Konsolen zu öffnen und mit + durch die Fenster zu schalten. Vor allem bei der Vorbereitung der Festplatten für die Windows-Installation kommt die Konsole gelegen, denn sie erlaubt den Zugriff auf das mächtige Tool diskpart mit dem ihr Laufwerke anlegen, löschen, erweitern und sogar verkleinern könnt.

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Konsole bei der Installation: Mit der Tastenkombination + kein Problem.
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Öffnet bei der Installation mit + eine Konsole und tippt den Befehl diskpart gefolgt von ein. Die Eingabe von help gibt einen ersten Überblick über die möglichen Befehle des Tools. Als Beispiel zeigen wir, wie ihr ein vorhandenes Laufwerk verkleinert, um dadurch etwa auf einem belegten Rechner Platz für eine Windows-7-Installation zu schaffen.

Einzige Partition verkleinern

Der Befehl list disk zeigt eine Liste der vorhandenen Datenträger. In unserem Fall steht nur ein Datenträger mit 50 GByte Speicherplatz zur Verfügung. Mit sel disk #nummer teilt ihr DiskPart mit, dass ihr den Datenträger #nummer bearbeiten wollt; in unserem Beispiel Datenträger 0. Bei vielen Datenträgern hilft der Befehl detail disk mit ausführlichen Datenträger-Informationen bei der Identifikation.

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Festplatten vorbereiten: Mit dem leistungsstarken Tool DiskPart.
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list vol listet die auf dem selektierten Datenträger vorhandenen Partitionen auf. Neben dem vom System reservierten Bereich zeigt uns DiskPart hier nur eine Partition mit 49 GByte Speicher an, die von einem anderen Windows-System belegt sein könnte. Daher wollen wir die Partition verkleinern, um Platz für Windows 7 zu schaffen. Mit sel vol 2 markieren wir die Partition zur Bearbeitung. Der Befehl shrink desired=20000 versucht die Partition um die angegebenen Zahl in MByte zu verkleinern; bei uns etwa 19 GByte. Nach erfolgreicher Verkleinerung führt lis vol die Partition 2 jetzt nur noch mit 30 GByte auf.

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Formatieren: Ein Beispiel mit DiskPart.
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In dem gewonnen freien Festplattenbereich könnt ihr jetzt über das Partitionierungs-Tool des Installers oder per DiskPart ein neues Volume erstellen und formatieren. Bei der Formatierung ist DiskPart wiederum im Vorteil, da es die Vergabe eines Labels unterstützt, mit dessen Hilfe die Partition leichter erkennbar wird. Der Befehl format fs=ntfs label="Windows 7" quick würde das selektierte Volume etwa mit dem Dateisystem NTFS und dem Bezeichner Windows 7 formatieren (Schnellformatierung).

VHDs: So bootet Windows 7 virtuell

Der Umgang mit virtuellen Festplatten ist zweifelsfrei eine der spannendsten und mächtigsten neuen Funktionen von Windows 7. Leider bekommen nur Besitzer der teuren Enterprise- und Ultimate-Version den vollen Leistungsumfang.

Wer stolzer Besitzer einer Windows 7 Enterprise- oder Ultimate-Version ist, profitiert besonders stark von den Möglichkeiten der neuen virtuellen Festplatten, den Virtual Hard Disks (VHD). Zwar dürft ihr auch mit den Home-Versionen VHDs anlegen und verwalten, das Booten eines Windows-7-Betriebssystems aus einer VHD heraus, erlauben aber nur die teuren Versionen.

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Windows 7 Start-Manager: Booten von einer virtuellen Festplatte.
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Der Systemstart aus einer VHD heraus ist aus zwei Gründen verlockend: Zum einen genügt es, das System einmal an den eigenen Geschmack anzupassen, mit sämtlichen Programmen und Einstellungen, die man benötigt. Änderungen nimmt dann eine zweite differenzierende virtuelle Festplatte auf. Den Ursprungszustand stellt ihr durch simples Löschen der zweiten VHD wieder her. Zweiter Grund: Windows 7 startet zwar aus einer virtuellen Festplatte, das System läuft aber ansonsten komplett auf der Hardware des Rechners. Ein Geschwindigkeitsunterschied zu einem "normalen" System lässt sich daher kaum feststellen.

Erstellen einer virtuellen Festplatte

Der bequemste Weg, eine virtuelle Festplatte zu erstellen, führt über die Datenträgerverwaltung. Zum Öffnen tippt ihr fest in das Suchfeld des Startmenüs und wählt den Eintrag "Festplattenpartitionen erstellen und formatieren". Im Aktionsmenü der Datenträgerverwaltung findet ihr die Option "Virtuelle Festplatte erstellen". Ein Assistent führt euch anschließend durch die nötigen Schritte. Gebt zunächst einen Speicherort der VHD an. Eine VHD ist letztlich eine Datei mit der Endung .vhd auf eurer Festplatte und kann überall liegen, wo genug Speicherplatz bereit steht. Gebt nun eine Größe vor und entscheidet euch, ob die virtuelle Festplatte den geforderten Platz je nach Verwendung (Dynamisch erweiterbar) oder sofort komplett reservieren soll (Feste Größe).

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Virtuelle Festplatte erstellen: Bequem über die Datenträgerverwaltung.
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Zurück in der Datenträgerverwaltung solltet ihr jetzt euren neuen Datenträger finden, der durch eine hellblaue Einfärbung gekennzeichnet ist. Startet jetzt die Datenträgerinitialisierung aus dem Kontextmenü des Datenträgers, um die virtuelle Festplatte für die Verwendung vorzubereiten. Jetzt könnt ihr wie gewohnt ein neues Volumen in dem Datenträger erstellen und formatieren.

Windows auf VHD installieren

Es gibt viele Wege, um an eine bootfähige Windows-7-VHD zu gelangen (weitere Tipps siehe unten). Eine Möglichkeit besteht darin, das System direkt in die VHD zu installieren. Startet dazu den Rechner mit eingelegter Windows-7-DVD neu und beginnt einen normalen Installationsvorgang. Nutzt beim Setup-Schritt "Wo möchten Sie Windows installieren?" die Tastenkombination +, um eine Administrator-Konsole zu starten. Gebt auf der Konsole disparkt gefolgt von ein, um das leistungsfähige Partitionierungstool zu starten.

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Virtuelle Festplatte verfügbar machen: Mit DiskPart während der Installation.
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Mit dem DiskPart-Befehl sel vdisk file="PFAD ZUR VHD" selektiert ihr eure vorbereitete virtuelle Festplatte. attach vdisk bindet sie ins Dateisystem ein, so dass sie als Datenträger erscheint. Natürlich hättet ihr hier mit DiskPart gleich eine virtuelle Festplatte erstellen können. Die Anweisung create vdisk file="e:\windows7_vhd.vhd" type=fixed maximum=102400 hätte eine zu unserer Beispiel-VHD identische virtuelle Festplatte erzeugt.

Für welchen Weg ihr euch auch entscheidet, nach der attach-Anweisung und einem Klick auf Aktualisieren in der Laufwerksübersicht solltet ihr eure virtuelle Festplatte zur Installation auswählen können. Ignoriert den Warnhinweis, der behauptet Windows könne nicht auf diesem Datenträger installiert werden. Die Installation läuft nach einem Klick auf die Schaltfläche Weiter wie gewohnt durch.

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Die VHD in der Laufwerksliste: Die Installation gelingt trotzt Warnhinweis problemlos.
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Wenn ihr Windows 7 auf diesem Weg in eine VHD installiert, erstellt der Setup-Assistent automatisch einen Eintrag für den Bootloader. Im Start-Manager könnt ihr dann bequem zwischen normalem und VHD-Boot auswählen. Allerdings heißen beide Einträge jetzt "Windows 7". Um dies zu ändern, öffnet im laufenden Betrieb eine Administrator-Konsole und übergebt ihr den Befehl bcdedit /set {default} description "IHR VHD-BOOT EINTRAG". Überprüft vorher durch Eingabe von bcdedit (ohne Parameter), ob der Bezeichner {default} tatsächlich auf die VHD im Bereich device zeigt, damit ihr den richtigen Eintrag umbenennt. Falls nicht, ersetzt {default} in obiger Anweisung durch den korrekten Bezeichner.

Genial: Differenzierende VHDs

Der größte Nutzen von bootbaren VHDs ergibt sich im Zusammenspiel mit weiteren differenzierenden virtuellen Laufwerken. Im Test haben wir das System, das aus unserer Windows7_vhd.vhd startet zunächst perfekt an unseren Geschmack angepasst, die wesentlichen Einstellungen vorgenommen und etwa den Webbrowser Firefox mit gamona.de als Startseite installiert. Die VHD-Datei soll als Basis für unser Standardsystem herhalten.

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Differneziernende VHD: Ein zweites virtuelles Laufwerk soll Systemänderungen aufnehmen.
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Zurück im "normalen" Windows 7 kopieren wir die Datei dazu an einen sicheren Ort. Der Befehl create vdisk file="d:\Meine_Win7VHD.vhd" parent="f:\windows7_vhd.vhd", ausgeführt in einer Administrator-Konsole, erstellt die neue differenzierende VHD "Meine_Win7VHD.vhd" die unsere Basis "windows7_vhd.vhd" als Elternelement nutzt. Die neue Datei belegt zunächst nur wenige Kilobyte auf der Platte. Sie soll die ab jetzt vorgenommenen Änderungen des VHD-Boot-Windows aufnehmen.

Der Windows 7 Start-Manager muss das Booten aus unserer neuen VHD allerdings noch lernen. Dazu kopieren wir den Starteintrag unseres laufenden "normalen" Windows 7 mit dem Befehl bcdedit /copy {current} /d "Meine Windows 7 VHD". Damit erstellt der Boot Configuration Data Editor einen neuen Booteintrag mit der Bezeichnung "Meine Windows 7 VHD" auf Basis des "normalen" Eintrags. Als Erfolgsmeldung erhalten wir den neuen Bezeichner: Der Eintrag wurde erfolgreich in {Bezeichner} kopiert. Die Befehle bcdedit /set {Bezeichner} device vhd=\Meine_Win7VHD.vhd und bcdedit /set {Bezeichner} osdevice vhd=\Meine_Win7VHD.vhd biegen den BCD-Eintrag auf unsere VHD um. Jetzt können wir unser VHD-System beim Systemstart auswählen.

Der große Vorteil: Alle ab jetzt vorgenommenen Änderungen finden nur noch in der differenzierenden VHD statt. Sie müssen nur die Datei "Meine_Win7VHD.vhd" löschen, um das System zurückzusetzen. Erstellt dann einfach eine neue differenzierende VHD auf der Basis von "Windows7_VHD.vhd" und passt gegebenenfalls den Start-Manager neu an.

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Disk2vhd: Cleveres Gratis-Tool von Sysinternals.
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Weitere Tipps zu VHDs

Das kostenlose Skriptwim2vhd erstellt bequem eine bootbare Windows-7-VHD. Alles was ihr zusätzlich benötigt ist eine Windows-7-DVD und das kleine Tool ImageX, welches als Teil des Windows Automated Installation Kits (WAIK) mitgeliefert wird. Wenn ihr den Inhalt eurer Windows-7-DVD etwa nach d:\win7dvd kopiert und wim2vhd samt imagex.exe zusammen im Ordner C:\Windows liegen, dann genügt der Befehl cscript wim2vhd.wsf /wim:d:win7dvd\sources\install.wim /sku:ultimate, um eine bootbare Windows 7 Ultimate VHD zu erstellen.

Noch einfacher zur VHD kommt ihr mit dem Sysinternals-Tool Disk2VHD. Das kostenlose Helferlein von Mark Russinovich und Bryce Cogswell kann aus dem laufenden Windows-7-Betrieb eine VHD erstellen.

Auf Netbooks: So gelingt die USB-Installation

Windows 7 läuft flüssig auf Netbooks. Aber wie bekommt man es auf ein solches, wenn das System nicht schon vorinstalliert ist? Eine Installation vom richtig vorbereiteten USB-Stick ist elegant und schnell.

Um Windows 7 für die Installation von einem USB-Stick vorzubereiten, benötigt ihr einen ausreichend dimensionierten Stick mit etwa 4 GByte Speicherplatz und eine Windows-7-Installations-DVD. Die Vorbereitungen erledigt ihr mit dem cleveren Kommandozeilen-Tool DiskPart. Startet dazu eine Administrator-Konsole, indem ihr die -Taste drückt und cmd in das Suchfeld des Startmenüs eintippt. Drückt nicht sofort auf die -Taste, sondern wartet bis das Suchergebnis den Eintrag cmd.exe präsentiert. Öffnet das Kontextmenü durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf den Eintrag und wählt die Option "Als Administrator" ausführen.

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USB-Stick vorbereiten: So findet ihr das richtige Laufwerk mit DiskPart.
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Das Tool DiskPart startet ihr durch Eingabe des Befehls diskpart auf der Konsole. Mit list disk gibt DiskPart eine Liste der verfügbaren Datenträger aus. Markiert durch Eingabe von sel dis #nummer den Eintrag, der für den USB-Stick steht. Orientiert euch dabei an der angegebenen Größe. Im Zweifelsfall blendet der Befehl detail disk Zusatzinformationen zum selektierten Datenträger ein.

Den USB-Stick vorbereiten

Wenn ihr den richtigen Datenträger identifiziert und selektiert habt, listet ihr mit lis vol die auf dem Stick verfügbaren Partitionen auf; im Regelfall findet ihr hier nur einen Eintrag. Markiert das Volumen durch Eingabe von sel vol #nummer zur Bearbeitung. Um das Volumen zu formatieren, nutzt ihr den Befehl format fs=fat32 label="Windows 7" quick. Dies formatiert den USB-Stick mit dem FAT32-Dateisystem und vergibt die Datenträgerbezeichnung Windows 7. Tippt jetzt noch die Anweisung active ein, um den USB-Stick bootfähig zu machen.

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Einfach kopieren: Sendet den Inhalt der Windows-7-DVD an den vorbereiteten Stick.
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Fast fertig: Kopiert jetzt noch den kompletten Inhalt der Windows-7-Installations-DVD auf den USB-Stick. Das gelingt über die Konsole (xcopy) oder bequemer mit dem Windows Explorer (s. Screenshot).

Um euer Netbook vom USB-Stick zu booten, müsst ihr gegebenenfalls noch die Boot-Optionen im BIOS überprüfen. Fast alle Netbooks bieten aber beim Start die Möglichkeit, das Boot Block Selector PopUp aufzurufen. Achtet beim Start auf entsprechende Hinweise zur Tastenkombination zum Aufruf des BBS-Pop-Ups. Die eigentliche Installation läuft anschließend wie von einer DVD ab.

: Microsoft stellt mittlerweile ein kleines Tool zur Verfügung, dass den Prozess automatisiert. Das Windows 7 USB/DVD Download Tool hat allerdings den Nachteil, dass ihr eure Windows-DVD mit einer Brennsoftware zunächst in ein Abbild im ISO-Format wandeln müssen.

PlayTo: Streaming mit Windows Media Player 12

Zusammen mit Windows 7 kommt der Windows Media Player 12. Microsoft hat sein Multimedia-Talent vor allem im Bereich Streaming verbessert.

Der Windows Media Player 12 (WMP) erstrahlt in neuer Optik. Bei der Wiedergabe setzt er auf ein schlankes Player-Fenster, das die abgespielten Medien in den Vordergrund stellt. Die schick aufbereitete Medienbibliothek bekommt dadurch im Hauptfenster ihren eigenen Bereich. Neben der direkten Unterstützung neuer Codecs (DIVX, XVID, H.264) und Container-Formaten (MP4, MOV, MTS) hat Microsoft vor allem die Streaming-Funktionen verbessert.

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Streamen: Ein neuer Button bietet Zugriff auf die Funktionen.
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Die Funktionen bündelt Microsoft unter dem neuen Button Streamen. Mit ihnen können Anwender dem WMP sämtliche UPnP-AV-Funktionen beibringen. Ein alter Hut ist die Server-Funktion: Mit der Option "Automatische Wiedergabe der Medien durch Geräte zulassen" erlaubt ihr Streaming-Clients, eure freigegebenen Medien anzuzapfen.

WMP als Renderer und Controlpoint

Neu ist das Einsatzgebiet des Windows Media Player 12 als Renderer und Controlpoint. Damit steuert ihr unterstützte angeschlossene Geräte fern. Am einfachsten gelingt dies zwischen den Rechnern im Heimnetz. Der Anwender aktiviert lediglich die Option "Remotesteuerung des Players" zulassen. Aus dem Kontextmenü von Medien heraus sendet ihr dann durch Auswahl von "Wiedergeben auf" Filme oder Musik an die Windows Media Player der Heimnetz-Rechner.

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PlayTo: Sendet Inhalte an unterstützte Geräte.
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Dabei lassen sich auch verschiedene Medien gleichzeitig an unterschiedliche Player verteilen. Eine synchrone Wiedergabe von nur einem Medium auf allen angeschlossenen Geräten unterstützt der WMP hingegen noch nicht. Besonders spannend könnten die neuen Streaming-Funktionen des WMP im Zusammenspiel mit DLNA 1.5-zertifizierten Geräten werden. Mit wenigen Klicks lassen sich so Filme der Heimnetz-Bibliothek auf einem unterstützten Fernseher abspielen.

Im Test war es allerdings nicht ganz einfach, unterstützte Geräte zu finden. Mit dem eigentlich DLNA 1.5 zertifizierten Netzwerkplayer Zyxel DMA-2500 ließen sich zwar alle Funktionen anwählen. Das Gerät verweigerte aber die Wiedergabe. Eine Popcorn Hour C-200 spielte im Test sämtliche Medien zuverlässig, versagte uns aber die Seeking- und Pause-Funktionen. Es wird aber sicher nicht lange dauern, bis Hersteller mit entsprechenden Firmware-Updates aufwarten.

Gegen Frust: Schattenkopien nutzen

Auch Windows 7 kennt die Versionierung von Dokumenten mit Hilfe so genannter Schattenkopien. Die gut versteckte Funktion vermeidet im Zweifelsfall ungewollten Datenverlust.

Der Schattenkopie-Dienst veranlasst Windows dazu, mit jedem Wiederherstellungspunkt eine Sicherheitskopie eurer Dokumente anzulegen. In den Standardeinstellungen speichert Windows auf geschützten Laufwerken einmal täglich den Stand von Word-Dokumenten oder Photoshop-Projekten. Wer eine Datei versehentlich überschreibt, kann bequem eine frühere Version wiederherstellen und sich viel Ärger ersparen.

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Vorgängerversionen: Schattenkopien holen versehentlich Überschriebenes wieder aus der Versenkung.
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Der Haken: Die clevere Funktion versteckt sich im Eigenschaften-Dialog der Dokumente. Ihr erreicht ihn durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf ein Dokument und die Wahl von "Eigenschaften" aus dem Kontextmenü. Wechselt im offenen Dialog auf die Registrierkarte "Vorgängerversionen" und Windows listet alle vorhandenen Schattenkopien des Dokumentes mit Datum und Uhrzeit auf. Ein Doppelklick genügt, um eine vorherige Version zu öffnen.

Schattenkopie manuell erstellen

Wenn ihr gerade an einem wichtigen Dokument arbeitet, ist es hilfreich, eine Version zu einem bestimmten Zeitpunkt manuell zu sichern. Dies gelingt durch einfaches Anlegen eines Wiederherstellungspunktes. Sucht im Suchfeld des Windows-Startmenüs nach "Wiederherstellung" und die Suche liefert euch einen Eintrag "Wiederherstellungspunkt erstellen". Ein Klick führt zum Bereich "Computerschutz" der Systemeigenschaften. Mit der Schaltfläche "Erstellen" legt ihr manuelle Wiederherstellungspunkte an und veranlasst den Schattenkopie-Dienst dazu, eine neue Version eurer Dokumente zu sichern.

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Geschützte Laufwerke: Hier kontrolliert ihr die Einstellungen.
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Viele Anwender verwalten ihre Dokumente auf einer separaten Partition oder gar auf einer externen Festplatte. Stellt im Bereich Schutzeinstellungen sicher, dass der Bereich auch von Windows geschützt wird, damit der Schattenkopie-Dienst ordnungsgemäß arbeiten kann. Mit einem Klick auf die Schaltfläche Konfigurieren nehmt ihr neue Datenträger in die Liste der geschützten Laufwerke auf.