Mit der öffentlichen Testphase des Release Candidates will Microsoft die Anwender von ihrem neuen Betriebssystem überzeugen: Windows 7 soll das beste Windows aller Zeiten werden. Wir haben das fast fertige Windows 7 jetzt schon getestet. Im Testlabor trat es gegen seine Vorgänger Windows Vista und XP an – und siegte auf ganzer Linie.

Das neue Windows kommt: Endlich können selbst Netbook-Besitzer das angestaubte Windows XP in den wohl verdienten Ruhestand schicken. Aber Microsoft will mehr. Wer sich über Vista mit seiner vorlauten Benutzerkontensteuerung und den scheinbar zufällig wechselnden Explorer-Ansichten amüsierte, soll jetzt nach wenigen Minuten mit dem neuen Windows zum bedingungslosen Microsoft-Jünger konvertieren. Schließlich sind schon jetzt Kritiker und User überzeugt - Windows 7 wird super.

Windows 7 - Der Mega-Test: das beste Windows aller Zeiten

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Im Testlabor: Windows 7 schlägt Vista und XP.
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Aber wie groß ist die Revolution tatsächlich? Diese Frage entscheidet sich daran, ob das neue Windows die hohen Erwartungen an Leistung, Sicherheit, Stabilität und Benutzerfreundlichkeit erfüllen kann. Wir stellen die großen und kleinen Verbesserungen im Detail vor und klären, wie gut das neue Windows wirklich ist.

Die Oberfläche: Schöner arbeiten mit Windows

Die umfangreiche Neugestaltung der Taskleiste und ein komplett überholtes Fenstermanagement sollen Version 7 zum produktivsten Windows aller Zeiten machen.

Abgesehen von ein paar optischen Updates hat sich das Konzept der Taskleiste seit Windows 95 kaum verändert. Bis jetzt: Mit Windows 7 traut sich Microsoft wieder an die wichtigste Benutzerschnittstelle des Systems und präsentiert eine komplett überholte Taskleiste.

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Die neue Taskbar: Icons statt Text und schneller Zugriff auf geöffnete Fenster und Unterfenster.
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Statt Fenstertiteln zeigt die Leiste standardmäßig nur große Icons der Anwendungen. Sobald man mit der Maus auf ein Icon fährt, erhält man eine Vorschau aller geöffneten Fenster und Unterfenster. Positioniert man den Mauszeiger anschließend über einer Vorschau, blendet Windows 7 das zugehörige Fenster groß im Vordergrund ein; andere geöffnete Fenster erscheinen bis auf den Rahmen durchsichtig. Mit einem neuen X-Button schließt ihr zudem Fenster und sogar Internet-Explorer-Tabs per Mausklick direkt aus der Vorschau heraus. Den Fortschritt laufender Prozesse zeigt ein grüner Indikator; etwa bei Downloads im Internet Explorer. Insgesamt erlaubt die neue Taskleiste dadurch selbst mit vielen gleichzeitig geöffneten Fenstern flottes und zielgenaues Arbeiten.

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JumpLists bieten schnellen Zugriff auf häufige Dokumente und Funktionen.
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Jumplisten: Das Wesentliche im Blick

Ein Rechtsklick auf Taskleisten-Icons blendet die neuen Jumplisten ein. Diese vom Kontext abhängigen Menüs merken sich, welche Dokumente ihr zuletzt mit der Anwendung bearbeitet habt, und bieten eine schnelle Verknüpfung an. Über manuelles "Anpinnen" von Dokumenten bestimmt ihr zudem selbst, welche Einträge die Listen präsentieren sollen. Darüber hinaus findet ihr in den Jumplisten häufig benötigte Funktionen der Anwendungen: So startet ihr in der Jumpliste des Internet Explorers eine neue InPrivate-Sitzung oder öffnet einen neuen Browser-Tabreiter, während die Jumpliste des Media Players Abspiel- und Wiedergabelisten-Funktionen bereithält.

Ein ganz ähnliches Konzept verfolgt das leicht überarbeitete Startmenü. Statt einem einzelnen Ordner zuletzt bearbeiteter Dokumente, lässt sich ab sofort eine eigene Liste für jede Anwendung im Startmenü ausklappen. Welche Einträge die Listen zeigen, steuert ihr wiederum über manuelles Anpinnen von Dokumenten.

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AeroPeek gibt Blick auf Gadgets frei.
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AeroPeek und Snap: Das neue Fenstermangement

Mit Windows 7 verabschiedet sich Microsoft von der Sidebar. Dennoch bleiben dem Anwender die Gadgets erhalten. Die kleinen Miniprogramme wie Uhr, Kalender, Wetterinfo und RSS-Reader lassen sich ab sofort frei auf dem Desktop positionieren. Die neue Funktion AeroPeek sorgt dafür, dass ihr die Helferlein immer im Blick behaltet. Fahrt ihr mit der Maus über das ShowDesktop-Feld am rechten Rand der Taskleiste, zeichnet Windows alle Fenster transparent und gibt den Blick auf die Gadgets frei. Noch schneller erreicht ihr die Funktion mit der Tastenkombination +. Ebenfalls neu: Beim Fensterwechsel über die Tastenkombination + sorgt AeroPeek dafür, dass nur das angepeilte Fenster durchgezeichnet wird. Die restlichen Fenster werden mit einem transparenten Rahmen nur angedeutet.

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AeroSnap heftet Fenster an den Bildschirmrand.
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Für noch mehr Durchblick im Fensterdschungel sorgt die Funktion AeroSnap. Über Klicken&Ziehen mit der Maus heftet ihr Fenster schnell an den linken oder rechten Fensterrand. Zwei Fenster lassen sich dadurch optimal auf dem Bildschirm verteilen. Eine praktische Funktion, vor allem da Anwender Informationen häufig nur zwischen zwei Fenstern austauschen. Parkt ihr ein Fenster am oberen Bildschirmrand, stellt Windows das Fenster maximiert dar. Den größten Vorteil dürften Anwender von AeroSnap aber durch die neuen Tastenkombinationen haben. Mit +[Pfeil auf/Pfeil ab] maximieren und minimiert ihr das Fenster im Fokus; +[Pfeil links/rechts] heftet das Fenster an den linken oder rechten Fensterrand. Wer mit zwei Monitoren arbeitet, kann durch zusätzliches Drücken der -Taste, die Fenster sogar auf den jeweils anderen Monitor springen lassen. Hat man sich einmal an diese Tastaturkombinationen gewöhnt, beschleunigt das die Arbeit mit Fenstern deutlich.

AeroShake: Schüttel das Fenster

Als dritte Neuerung beim Fenster-Management führt Microsoft AeroShake ein. Die Schüttel-Funktion ermöglicht Anwendern, ständig Fenster wie Media Player, E-Mail-Client, Browser und Word-Dokument geöffnet zu halten, ohne die Übersicht zu verlieren. Greift einfach das momentan benötigte Fenster mit der Maus, schüttelt es und Windows minimiert alle weiteren Fenster. Erneutes Schütteln stellt die Ausgangssituation wieder her. Auch AeroShake hat mit + eine eigene Tastenkombination erhalten.

Wer bislang neidische Blicke auf die Zoom-Funktion anderer Betriebssysteme geworfen hat, erhält mit dem überarbeiteten Magnifier (Desktop-Lupe) darüber hinaus eine weitere hilfreiche Funktion im Umgang mit dem Desktop. Wenn auch nicht stufenlos, so erlaubt die Tastenkombination +[+/-] das Hinein- und Herauszoomen des Desktops in Schritten zwischen 25 und 400 Prozent.

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Desktop-Modding: Die Personalisierungsfunktionen geben Windows 7 ganz einfach eine individuelle Note.
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Individuell: Windows gestalten

Anwender, die eine individuelle Desktop-Gestaltung bevorzugen, kommen mit Windows 7 voll auf ihre Kosten. Mit nur einem Klick wechselt ihr zu einem der vielen Aero-Themes, die Windows 7 schon mitbringt. Zahlreiche weitere Themes stehen zum Download bereit. Mit den neuen Personalisierungs-Funktionen erstellt ihr auf Wunsch aber auch einen ganz eigenen Look für euer Windows.

Beginnend bei einer selbst konfigurierbaren Slideshow von Hintergrundbildern über Farben von Fensterrahmen und Taskleiste bis hin zu Sound-Schema, Screensaver, Icons und Mauszeigern klickt ihr euch euren Traum-Desktop zusammen.

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Tray Konfiguration: Jetzt bestimmt ihr, welche Informationen das System-Tray zeigt.
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Genauso einfach könnt ihr die Informationen des System-Trays am unteren rechten Rand der Taskleiste einstellen. Dabei legt ihr für jede Anwendung einzeln fest, was genau angezeigt werden soll: Icons zusammen mit Benachrichtigungen, nur Icons oder nur Benachrichtigungen und auf Wunsch sogar gar keine Informationen. Das sorgt für ein schlankes System-Tray, das sich nur dann meldet, wenn ihr es wünscht.

Auch wenn die Windows-Betriebssysteme schon immer viel Raum für Gestaltung gelassen haben - so einfach war es noch nie, den ganz persönlichen Desktop zu erstellen.

Tools und Funktionen: Das ist neu in Windows 7

Nicht alle Neuerungen sind so schnell ersichtlich wie die neuen Bibliotheks-Funktionen oder das Konzept der Homegroup. Viele clevere Merkmale von Windows 7 verstecken sich tief unter der Oberfläche.

Mit Windows 7 ändert Microsoft das bisherige Konzept der persönlichen Ordner grundlegend. Verzeichnisse für Dokumente, Bilder, Musik und Filme fließen ab sofort in die neuen Bibliotheken ein. Egal wo die Dokumente tatsächlich auf der Festplatte liegen, in den Bibliotheken werdet ihr fündig. Dabei geben Anwender selbst vor, aus welchen Orten sich die Bibliotheken mit Inhalten versorgen. Standardmäßig unterscheidet Windows 7 dabei zwischen privaten und öffentlichen Inhalten.

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Homegroup-Medien: Inhalte fremder Bibliotheken sind schreibgeschützt.
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Homegroup: Netzwerk einfach

Das macht vor allem in Kombination mit dem neuen Homegroup-Konzept Sinn. Die Homegroup ersetzt das bisher recht umständliche Vernetzen von Rechnern zum heimischen Netzwerk. Schon während der Installation von Windows 7 auf dem ersten Netzwerk-Rechner, könnt ihr eine Homegroup erstellen. Alles, was ihr vom Setup-Programm erhaltet, ist ein Passwort. Mit diesem tretet ihr auf allen weiteren Windows-7-Rechnern mit wenigen Mausklicks der Homegroup bei.

Beim Eintritt in die Homegroup legt ihr über simples Anhaken fest, welche Bibliotheken (Dokumente, Musik, Videos und/oder Bilder) Netzwerkteilnehmern zur Verfügung stehen sollen. Dabei teilt Windows 7 den Daten je nach Speicherort automatisch bestimmte Rechte zu. Währen Daten in den öffentlichen Bereichen von allen gelesen und verändert werden dürfen, erlauben private Ordner nur lesenden Zugriff. Diese Rechteverteilung verhindert, dass Netzwerkteilnehmer versehentlich wichtige Dokumente ändern.

Insgesamt entfällt durch die Homegroup die separate Freigabe jedes einzelnen Ordners. Darüber hinaus lassen sich auch Drucker oder Streaming-Clients ganz simpel gemeinsam im Heimnetz nutzen.

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Geräte und Drucker: Neue Schnittstelle zum Hardware-Management.
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Angeschlossene Geräte im Griff

Ebenfalls gelungen wirkt der neue Bereich für das Management angeschlossener Geräte und Drucker. In einem eigenen Fenster erhalten Anwender Zugriff auf die typischen Funktionen der jeweiligen Hardware: Etwa auf den Ordner eines Speichermediums, auf die Importfunktion von Bildern einer Digitalkamera oder auf die Systemeinstellungen beim Klick auf das Icon des Rechners. Die kleinen Bildchen sehen den echten Geräten dabei häufig so ähnlich, dass die Identifikation auf den ersten Blick gelingt.

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Device Stage: So macht die Arbeit mit Geräten Spaß.
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Noch benutzerfreundlicher gibt sich die neue Funktion Device Stage. Im Test mit einem Nokia 5800 XpressMusic und einem Sony Ericsson C905 sprang nach dem Anschluss des Handys prompt ein angepasstes Fenster auf, das unter einer schicken grafischen Oberfläche Zugriff auf die typischen Funktionen des Geräts anbot. Die Liste der unterstützten Geräte ist derzeit zwar noch kurz. Dies wird sich bis zum finalen Release von Windows 7 aber sicher noch ändern.

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Virtual Hard Disks: Windows 7 unterstützt virtuelle Festplatten.
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Virtuelle Laufwerke und ISOs

Noch tiefer unter der Windows-7-Oberfläche versteckt sich die clevere Funktion der virtuellen Laufwerke. Eine Virtual Hard Disk (VHD) legt ihr in wenigen Schritten in der Datenträgerverwaltung an. Anschließend steht euch ein dynamisch wachsender oder fest vorbelegter Bereich der physischen Festplatte zur Verfügung, um eure Daten zu organisieren. Hier könnt ihr etwa beruflich benötigte Dokumente ablegen und diese so leicht vom restlichen System trennen. Als Bonus lassen sich die virtuellen Laufwerke auf einem Wechseldatenträger transportieren und an einem weiteren Rechner einfach einhängen. Besitzer eines Enterprise- oder Ultimate-Windows können die VHD sogar als bootbares Medium nutzen.

Außerdem hat Windows 7 endlich den Umgang mit CD- und DVD-Abbildern im ISO-Format gelernt. Ein Doppelklick auf ein ISO-Image genügt und Windows öffnet einen Dialog mit passenden Brenn-Funktionen.

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Briefe diktieren: Mit Windows 7 Spracherkennung problemlos.
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Sprache und Handschriften

Weitere Verbesserungen haben die Entwickler an der Spracherkennung vorgenommen. Ein schicker Assistent hilft bei der Einrichtung und trainiert mit euch die ersten Sätze. Anschließend steuert ihr den Rechner bequem über Sprachkommandos und diktiert Briefe und E-Mails flüssig.

Auch die Erkennung der Handschrift ist dank cleverem Trainingsprogramm besser geworden. Davon profitieren vor allem Nutzer der Windows-7-Touchfunktionen. So lassen sich kurze Sätze schnell mit Stylus oder Finger niederschreiben.

Neuerungen in Kombination mit Windows Server 2008

Zwei weitere tolle Neuerungen betreffen vor allem Anwender, die Windows 7 beruflich nutzen. Dank "Direct Access" verbindet ihr euch auch von zu Hause aus schnell mit dem Firmennetzwerk, ohne komplizierte Einrichtung eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN). Das neue BranchCaching sorgt dabei dafür, dass ihr Webseiten und Downloads aus dem Firmennetz besonders schnell erhaltet. Das gelingt durch Zwischenspeichern von bereits angefragten Daten, entweder lokal oder zentral im Netzwerk der Zweigstelle.

Software: Neue und fehlende Programme

Weniger ist mehr – haben sich die Entwickler von Windows 7 offenbar gedacht und verzichten in der Standardinstallation auf Software wie Windows Mail oder den Movie Maker. Als Ersatz springt eine Verknüpfung zu den Windows Live Diensten ein.

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Windows Live Dienste: Online-Ersatz für Mail, Movie Maker & Co.
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Mit Windows 7 verzichtet Microsoft auf einige Programme, die bisher zum Standard-Lieferumfang des Systems gehörten. Darunter der E-Mail-Client Windows Mail, die Fotogalerie und der Movie Maker. Im Gegenzug integrieren die Entwickler die Live-Dienste besser mit Windows 7. Direkt aus dem Startmenü heraus lassen sich die Dienste Live Call, Family Safety, Fotogalerie, Mail, Messenger, Movie Maker (Beta) und Live Writer installieren. Außerdem steht dem Live-Nutzer mit Sky Drive Online-Speicher zur Verfügung.

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Windows Fotogalerie muss zusammen mit weiteren Live-Diensten nachgeladen werden.
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Live Dienste: Ersetzen Software

Die Entscheidung, auf diese wichtigen Programme zu verzichten, mag mit dem Vorwurf zusammenhängen, dass Microsoft mit Windows seine Monopolstellung ausnutze. Für den Anwender bedeutet dies ein Zwang zur Registrierung bei Microsoft einerseits. Und zum anderen wollen die einzelnen Programme teilweise recht aufwändig konfiguriert werden, damit sie zum Beispiel standardmäßig mit den zugehörigen Dateien verknüpft werden. Der Griff zu einer guten OpenSource-Software kann hier die bessere Alternative sein.

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Now Playing: Der neue Mini-Player zeigt nur noch das Video oder Albencover.
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Media Player und Media Center

Die wohl wichtigste Neuerung beim Windows Media Player 12 ist die Unterstützung für die im Internet verbreiteten AAC- und H.264-Codecs für Audio- und Video-Dateien. Mit sämtlichen Windows-Versionen spielt ihr die Formate ab sofort "out of the box" ab. Darüber hinaus hat Microsoft die Optik des Players deutlich verbessert. Sowohl bei der Audio- als auch bei der Video-Wiedergabe steht nun ein äußerst schlanker Player zur Verfügung, der die Inhalte in den Vordergrund stellt: Steuerelemente werden leicht durchsichtig über dem Video oder Cover angezeigt, schnell wieder ausgeblendet und nur noch beim Berühren des Fensters mit der Maus wieder eingeblendet.

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Detail-Ansicht: Wichtige Optionen immer parat.
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Dem Windows Media Center haben die Entwickler ebenfalls einige kleine aber schicke Neuerungen spendiert. Darunter kleine Verbesserungen bei Optik und Bedienung. So lassen sich Inhalte jetzt wirklich flink scrollen und Dateien auch mit der Fernbedienung bewerten. Die neuen Detail-Ansichten ermöglichen den Zugang zu den wichtigsten Optionen und Werkzeugen im Umgang mit Medien-Dateien. Außerdem bringt das Media Center ab sofort ein Desktop-Gadget mit, das News-Reader, Internet-TV und platzsparenden Player in sich vereint.

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WordPad: Mit schicker Ribbon-Menüführung.
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Kleine Helfer – ganz groß

Manchmal sind es die ganz kleinen Tools, die einen großen Teil der Arbeit erledigen. Dies hat Microsoft erkannt und bringt Verbesserungen für WordPad und Taschenrechner. Die schlanke Textverarbeitung eignet sich dank Ribbon-Menüführung hervorragend für aufwändigere Textdokumente. Die Formatierung von Text und Bildern gelingt denkbar einfach und ein praktischer Schieberegler kontrolliert den Bildschirmausschnitt nahezu stufenlos.

Der Taschenrechner arbeitet ab sofort in den vier Modi Standard, Wissenschaftlich, Programmierer und Statistik. Darüber hinaus bringt er Tools zur einfachen Umrechnung von Einheiten und Datumsberechnung mit. Für Microsofts PDF-Konkurrenz XPS bietet Windows 7 zudem den XPS-Viewer jetzt vorinstalliert.

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Windows PowerShell: Einfache Kontrolle und Automatisierung für Admins und Power-User.
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Endlich: Power-Konsole für User

Offenbar hat sich Microsoft ein Beispiel an der Konkurrenz genommen und bringt eine clevere Konsole für Windows-Systeme schon vorinstalliert mit. Mit der PowerShell in Version 2.0 fischen Administratoren benötigte Informationen aus dem Netzwerk und erfahrene Anwender automatisieren Windows-Rechner bequemer denn je.

Um noch eins drauf zu setzten, begnügt sich Microsoft aber dieses Mal nicht bloß damit, die bereits als Download erhältliche PowerShell vorzuinstallieren. Die integrierte Skripting-Umgebung (ISE) greift Anwendern und Admins bei Erstellung und Pflege eigener Skripte kräftig unter die Arme.

Sicherheit: Viele Verbesserungen

Schon Vista sollte das sicherste Windows aller Zeiten werden. Neue Tools und eine überarbeite Benutzerkonten- steuerung versprechen jetzt den Durchbruch für Windows 7.

Kaum ein Sicherheitsfeature war in der Vergangenheit derart umstritten wie die mit Windows Vista eingeführte Benutzerkontensteuerung (UAC). Das Problem: Das eigentlich gute Konzept sorgte durch übertrieben häufige Bestätigungsdialoge dafür, dass Anwender die UAC zusammen mit der beabsichtigten Schutzwirkung ausschalteten. Schon mit der Beta-Version reagierte Microsoft auf die Vorwürfe und entschärfte die Häufigkeit der Dialoge drastisch. Zu Lasten der Sicherheit: Der Verzicht auf Meldungen, wenn der Anwender Windows-Einstellungen ändert, konnte ausgenutzt werden, um die UAC unbemerkt auszuhebeln.

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Benutzerkontensteuerung: Überarbeitetes Konzept von Microsoft.
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Mit Windows 7 RC präsentiert Microsoft jetzt ein überarbeitetes Konzept, das Sicherheit und User-Wünsche vereinen soll. Zum einen soll Windows 7 etwa ein Drittel weniger UAC-Dialoge präsentieren, zum anderen bleibt die Abfrage für Veränderungen an den UAC-Einstellungen erhalten. Beim Testen zeigte sich Windows 7 im Vergleich zu Vista deutlich weniger nachfrage-begierig.

Aus Sicherheits-Center wird Action-Center

Wie die meisten Sicherheits-Funktionen, steuern Anwender auch die UAC über das neue Action Center. In einer schicken Übersicht kontrolliert ihr im Nachfolger des Sicherheits-Centers Status und Einstellungen von Viren- und Spyware-Schutz, Firewall, Windows Update, Internet-Einstellungen und (falls verfügbar) die Network Access Protection (NAP). Darüber hinaus nimmt sich das Action Center den typischen Wartungsarbeiten an. Mit nur einem Klick erstellt ihr Zuverlässigkeitsberichte oder legt Einstellungen für das Backup persönlicher Daten fest.

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Volumen Schattenkopien stellen alte Dateiversionen wieder her.
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Backups und Schattenkopien

Die leicht zu bedienenden Backup- und Wiederherstellungsfunktionen stehen dabei in allen Windows-7-Versionen zur Verfügung. Microsoft hat es geschafft, die oft komplizierten Vorgänge möglichst einfach zu gestalten. Mit wenigen Klicks erstellt das System etwa einen ausgereiften Backup-Plan für eure persönlichen Daten. Ebenso leicht erstellt ihr eine Recovery-CD oder gleich ein komplettes System-Backup. Die klaren Dialoge könnten dabei selbst unerfahrene PC-Nutzer zu häufigeren Backups bewegen. Leider erlauben nur die teuren Enterprise- und Ultimate-Versionen das Backup auf ein Netzwerk-Laufwerk.

Zudem ist der clevere Volumen-Schattenkopie-Dienst erhalten geblieben. Ein Griff zum Kontextmenü genügt und ihr angelt vergangene Dokumentversionen aus der Historie von Laufwerken und Ordnern. Wer die Zwischenstände seiner Daten nicht regelmäßig abspeichert, erspart sich mit Hilfe dieser Funktion viel Ärger.

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Internet Explorer 8 sorgt für mehr Sicherheit im Internet.
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Mehr Sicherheit durch den IE8

Windows 7 liefert standardmäßig den neuen Internet Explorer 8 (IE8) mit. Der Microsoft Browser sorgt im direkten Vergleich mit dem Vorgänger nicht nur für deutlich flotteres Arbeiten im Internet, sondern bringt auch eine anständige Liste neuer Sicherheits-Features mit. Der abgesicherte Modus und die Data Execution Prevention (DEP) sorgen dafür, dass Angreifer durch möglichst wenige Rechte und Speicherschutz nicht so leicht Schaden anrichten können. Um Phishing- und Malware-Schutz kümmert sich der SmartScreen-Filter.

Gegen die immer populäreren Cross-Site-Scripting-Attacken (XSS) soll ebenfalls ein eigener Filter schützen. Das als "Porno-Modus" berüchtigte InPrivate-Browsing schützt zudem persönliche Daten. Besonders für Firmenrechner, auf denen sich Anwender häufig nicht für einen Alternativ-Browser entscheiden können, ist die Integration des IE8 ein großer Schritt in Richtung Sicherheit.

BitLocker und AppLocker

Zwei weitere Sicherheits-Konzepte stehen leider nur in den teuren Windows-7-Versionen Enterprise und Ultimate zur Verfügung. Hierzu zählt die mit Vista eingeführte Laufwerksverschlüsselung BitLocker. BitLocker sorgt dafür, dass ein Angreifer selbst beim Verlust einer Festplatte nicht auf die Daten zugreifen kann. Windows 7 erweitert dieses Feature um BitLocker To Go, mit dem Anwender künftig auch Wechseldatenträger wie USB-Sticks schützen können.

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AppLocker: So beschränken Administratoren den Zugriff auf Anwendungen.
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Die Software-Einschränkungen erhalten zudem Unterstützung vom neuen AppLocker. Hier legen Administratoren gezielt fest, welche Anwendungen auf dem System ausgeführt werden dürfen. Zusätzlich zu den bekannten Pfad- und Hash-Regeln erlaubt Microsoft hierbei die Vergabe so genannter Publisher-Rules. Damit lassen sich zum Beispiel nur Anwendungen mit einem gültigen Microsoft-Zertifikat starten.

Technik: Neuheiten unter der Oberfläche

Wie viel Revolution steckt in Windows 7? Die Antwort auf diese Frage liegt tief unter der sichtbaren Desktop-Oberfläche.

Windows 7 basiert vollständig auf der Technologie von Windows Vista. Dennoch haben die Entwickler zahlreiche kleinere Verbesserungen an entscheidenden Stellen vorgenommen. Davon abgesehen bedeutet die Vista-Basis vor allem eines: Kompatibilität mit Anwendungen und Treibern, die bereits unter Vista ihren Dienst zuverlässig verrichtet haben. Aus diesem Grund ist es eher unwahrscheinlich, dass Anwender große Überraschungen bei Hardware- und Software-Unterstützung erleben werden.

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Schneller Start: Clevere Optimierungen sorgen für flinke Bootzeiten.
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Schnellerer Boot-Vorgang

Eine spürbare Verbesserung gegenüber Vista bemerken Anwender dagegen gleich beim Systemstart. Hierfür sorgt zum einen eine effizientere Code-Basis. Darüber hinaus führen die Entwickler mit Windows 7 den so genannten Trigger-basierten Dienst-Start ein. Dadurch kann sich Windows 7 beim Systemstart auf die absolut notwendigen Dienste konzentrieren. Dienste, die vom System an einer späteren Stufe benötigt werden, starten kontrolliert durch den Trigger zu einem vorher festgelegten Ereignis.

Unterstützt wird der Bootvorgang zudem durch optimiertes Prefetching, das Daten noch intelligenter voraus lädt, und durch paralleles Laden benötigter Treiber. Auf unserem Testsystem startet Windows 7 im Vergleich zu Windows Vista um fast 13,5 Prozent schneller.

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MultiCore: Windows 7 unterstützt bis zu 256 Prozessor-Kerne.
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Unterstützung von mehr Prozessoren und Arbeitsspeicher

Auch Windows 7 wird wieder in einer 32-Bit- und einer 64-Bit-Version erscheinen. Die 64-Bit-Varianten profitieren vor allem durch den größeren Adressraum des Hauptspeichers. Die Starter- und Home-Basic-Varianten nutzen dabei maximal 8 GByte RAM. Die Home Premium-Variante lässt sich mit bis zu 16 GByte Speicher bestücken; die Enterprise- und Ultimate-Versionen sollen theoretisch sogar mit bis zu 192 GByte Hauptspeicher adressieren können.

Systeme mit mehr als vier Prozessor-Kernen sollen unter Windows 7 problemlos unterstützt werden. Feinere Synchronisations-Techniken und Zuweisung von Prozessen zu logischen Prozessorgruppen sollen eine Unterstützung von bis zu 256 Prozessor-Kernen ermöglichen. Für mehr Leistung soll dabei das parallele Abarbeiten von Aufgaben sorgen.

Gesteigerte Grafik-Performance

Von dieser Parallelität profitiert auch die Grafik-Leistung. Anwendungen sollen sich ab Windows 7 nicht mehr in einer Schlange anstellen müssen, um etwa Fenster zeichnen zu dürfen. Derartige Render-Vorgänge sollen mit Windows 7 parallel ablaufen können, was der Reaktionszeit des Systems zu Gute kommen sollte.

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Paralleles Rendering: Anwendungen müssen sich seltener anstellen. (Bild: Engineering Windows 7 Blog)
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Zudem war es mit dem Windows Display Driver Model (WDDM) unter Vista noch notwendig, eine Kopie des darzustellenden Speicherbereichs im Systemspeicher abzulegen. In Windows 7 soll WDDM in Version 1.1 dafür sorgen, dass die darzustellenden Daten nur noch im Speicher der Grafik-Hardware liegen müssen. Wenn die Anforderungen an den Hauptspeicher dauerhaft sinken, sinkt auch tendenziell die Notwendigkeit, Speicher auszulagern, was die Performance steigert.

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Windows 7: Neue Ansätze sollen Energie sparen.
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Tiefschlaf für CPU-Kerne spart Strom

Besonders für Notebook-Nutzer interessant: Windows 7 soll beim Energiesparen helfen und könnte für längere Akkulaufzeiten sorgen. Hierfür haben die Entwickler das Core-Parking erdacht. Wird die Leistung eines MultiCore-Systems nicht ausgereizt, sollen nicht benötigte Kerne in dauerhaften Tiefschlaf versetzt werden. Außerdem sollen die Aufwach-Zyklen der CPU, die notwendig sind, um auf Ereignisse etwa von wartenden Anwendungen zu reagieren, besser strukturiert worden sein. Im Ergebnis müssen die Prozessoren dadurch ebenfalls seltener aufwachen und können länger im Sparmodus bleiben.

Leistung & Benchmarks: Power auch für Netbooks?

In unserem Benchmark-Parcours hat sich der Release Candidate von Windows 7 wacker geschlagen. Im Vergleich zu den Vorgänger- Betriebssystemen sowie der letzten Beta-Version von Windows Seven können wir Verbesserungen ausmachen.

Der Benchmark PCMark 05 misst die wichtigsten Funktionen des täglichen Windows-Gebrauchs. So fließen die Dauer einer ZIP-Komprimierung, der Enkodierung von Media-Files sowie eines theoretischen Boot-Vorgangs in die Wertung mit ein. Daneben werden weiterhin die 3D-Leistung und die Schnelligkeit der Festplatte beim Kopieren und Verschieben kleiner und großer Dateien ermittelt. Je höher die Punktezahl, desto besser ist das gemessene System.

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Boot-Test: Wir messen die Zeit des Boot-Vorgangs.
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Im Test erreicht der Release Candidate von Windows 7 den höchsten Wert mit 6.919 Punkten, während der letzte Beta-Build bei 6.666 Punkten liegt. Windows XP mit dem Service Pack 3 erreicht 6.537 Punkte und somit den dritten Platz. Den letzten Platz belegt Windows Vista (SP1) mit 6.130 Punkten.

Ein analoges Bild zeichnet unsere Testsuite zum Messen der Boot-Zeit. Dabei läuft das Skript zehn Mal durch; der endgültige Messwert ist das arithmetische Mittel aus den Einzelwerten. Während der Release Candidate von Windows 7 den Bestwert bei 42,5 Sekunden setzt, folgt direkt danach die die letzte Beta-Version mit 44 Sekunden. Windows XP (SP3) benötigt durchschnittlich 44,5 Sekunden; Vista (SP1) liegt trotz deaktivierter Sidebar mit 48,2 Sekunden auf dem letzten Platz.

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Medion akoya mini E1210: Der Betrieb von Windows 7 ist problemlos.
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Wie läuft Windows 7 auf Netbooks?

Microsoft hat angekündigt, dass sich Windows 7 auch für schwächere Systeme problemlos eignet – eine Sache, die das speicherfressende Vista nicht erlaubt. Deshalb haben wir den Release Candidate auf zwei unterschiedlichen Netbooks getestet. Das nagelneue HP Mini 2140 basiert auf Intels Atom-Plattform und verfügt über 2 GByte DDR2-Speicher. Kein Wunder also, dass Windows 7 hier prima funktioniert. Idealerweise werden alle relevanten Komponenten sofort erkannt – ohne angepasste Treiber könnt ihr sofort ins Internet starten, habt die richtige Display-Auflösung und nutzt alle verbauten Anschlüsse.

Spannender wird es mit dem Medion akoya mini E1210, der deutlich schwächer ausgestattet ist und nur über 1 GByte DDR2-RAM verfügt. Für Windows 7 ist das jedoch kein Problem: Installation, Nutzung und Betrieb von Microsofts kommendem Betriebssystem funktioniert anstandslos und ohne Hänger. So reibungslos lässt sich Windows Vista nicht nutzen.

Fazit: So hätten wir uns Vista gewünscht

Windows 7 baut konsequent auf der Vista-Technologie auf, verbessert angestoßen durch Feedback aus den öffentlichen Testversionen aber an entscheidenden Stellen.

Wer mit Windows 7 die Revolution des Betriebssystems erwartet, sucht an der falschen Stelle. Die wirklich tiefen Einschnitte unter der Oberfläche hat Microsoft beim Sprung von Windows XP auf Windows Vista gemacht.

Windows 7 - Der Mega-Test: das beste Windows aller Zeiten

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Windows 7: Der Release Candidate überzeugt bereits in unserem Test.
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Eine der bemerkenswertesten Neuheiten bei Windows 7 ist allerdings die aktivere Einbindung der Anwender in den Entwicklungsprozess. Microsoft nimmt sich spürbar den Wünschen und Vorschlägen derer an, die das System anschließend auch nutzen. Heraus gekommen ist ein stabiles, performantes Betriebssystem ohne übertriebene Benutzerkonentensteuerung, aber mit verbessertem Bedienkonzept ohne auffällige Inkonsistenzen bei Explorer & Co.

Ein rundum gelungenes Windows

Die ordentlichen Leistungswerte selbst auf schwachen Netbooks sorgen dafür, dass das angestaubte und in der Standardinstallation deutlich unsichere Windows XP endgültig ausgedient hat. Zusammen mit der langen Liste kleiner aber überlegter Verbesserungen macht das Windows 7 damit zu dem Microsoft-System, das wir uns schon mit Vista gewünscht hätten.