Microsoft hat den Release Candidate des neuen Windows 7 zum Download freigegeben. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum neuen System.

Woher bekomme ich den Download? Wie installiere ich Windows 7 auf meinem Netbook? Wie funktionieren die neuen Funktionen? Nach unserem großen Windows 7 Test haben wir für euch die wichtigsten Fragen zum neuen Microsoft-System gesammelt und geben für alle wichtigen Themen die passende Antwort.

Zusätzlich zur Unterstützung bei häufigen Problemen bei der Installation, Fragen zu Software und neuen Funktionen verraten wir euch die besten Tipps und Tricks zu Windows 7.

Download und Installation

Wann kommt der Release Candidate?

Der Release Candidate ist seit dem 5. Mai in deutscher Sprache für den öffentlichen Test freigegeben. Er kann hier bei Microsoft heruntergeladen werden. Den benötigten Produkt-Schlüssel erhaltet ihr vor dem Download.

Wie lange kann ich den RC nutzen?

Der Release Candidate ist bis zum 1. Juni 2010 lauffähig. Aber bereits ab dem 1. März 2010 führt Microsoft einen Zwangs-Neustart alle zwei Stunden ein.

Windows 7 - Das neue Windows zum Download: die besten Tipps & Tricks

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Windows 7 Beta-Upgrade: mit diesem Workaroud kein Problem.
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Kann ich von meiner Windows 7 Beta-Version upgraden?

Nein. Um die Installations-Szenarien und das mögliche Upgrade von Windows Vista zu testen, hat Microsoft das Upgrade von einer Windows 7 Beta Version nicht vorgesehen.

Gibt es wirklich keine Möglichkeit, von meiner Windows 7 Beta-Version auf den RC zu wechseln?

Microsoft bietet Anwendern, die unbedingt von einer Beta-Version upgraden wollen, einen Workaround an. Extrahiert dazu das DVD-ISO-Abbild von Windows 7 und bearbeitet die Datei "cversion.ini" im Unterverzeichnis "sources". Setzt hier den Eintrag "MinClient" mit einem Texteditor auf den Wert 7000.

Sollte ich meine Daten vor der Installation des Windows 7 Release Candidate sichern?

Wir raten grundsätzlich vor der Installation einer Testversion zur Datensicherung. Das gilt besonders für Anwender, die Windows 7 nicht parallel zu einer vorhandenen Windows-Version installieren wollen, sondern das vorhandene System ersetzen. In diesem Fall solltet ihr wenigstens eure eigenen Daten und Dokumente mit den XP- beziehungsweise Vista-Bordmitteln sichern.

Wie installiere ich den Windows 7 RC?

Die bequemste Möglichkeit: Brennt das geladene DVD-ISO-Abbild mit einer Brennsoftware auf einen DVD-Rohling und startet den Rechner anschließend von dieser DVD neu.

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Installation ohne Rohling: aus Vista heraus unproblematisch.
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Ich will keinen DVD-Rohling opfern. Gibt es keinen anderen Weg zur Installation?

Wer einen Rohling sparen möchte, kann das ISO-Abbild zunächst mit Hilfe eines virtuellen Laufwerks oder einer Software wie ISO-Buster auf die Festplatte extrahieren und dann per Doppelklick auf die Datei Setup.exe direkt aus Windows heraus installieren. Wollt ihr Windows 7 auf eine separate Partition installieren, müsst ihr diese vorher manuell in der Datenträger-Verwaltung anlegen, da das Direkt-Setup keine Partitionierung unterstützt.

Wie installiere ich Windows 7 am besten auf meinem Netbook?

Netbook-Besitzer mit Internet-Zugang können den in der vorigen Frage beantworteten Installationsweg ohne DVD-Medium wählen. Um eine vollständige Neuinstallation durchzuführen, solltet ihr die Installation vom USB-Stick testen. Falls euer Netbook vom USB-Stick booten kann, genügt es die Daten der Installations-DVD auf einen ausreichend großen USB-Stick (mindestens 2,5 GByte) zu schaufeln.

System- voraussetzungen und technische Fragen

Welche System- anforderungen stellt Windows 7?

Microsoft empfiehlt folgende Minimal-Konfiguration: 1GHz Prozessor, 1 GByte Arbeitsspeicher (2 GByte für 64-Bit), 16 GByte Festplattenplatz (20 GByte für 64-Bit) und einen DirectX-9-fähigen Grafikadapter. Wer darüber hinaus den virtualisierten XP Mode nutzen möchte, sollte über mindestens 2 GByte Arbeitsspeicher verfügen.

Was hat es mit dem XP Mode auf sich?

Mit Hilfe des Windows XP Mode (XPM) können Sie XP-Anwendungen in einer virtuellen Umgebung parallel mit Windows 7 Anwendungen nutzen. Der Modus richtet sich primär an Firmenkunden, die noch auf XP-Anwendungen angewiesen sind, Windows 7 aber schon jetzt nutzen wollen. Konkret bietet der XPM ein vorinstalliertes Windows XP samt Service Pack 3 für die eigene virtuelle Umgebung "Microsoft Virtual PC". Nutzer einer Windows 7 Professional-, Enterprise- oder Ultimate-Edition können den XPM bei Microsoft separat herunterladen.

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Windows 7 XP Mode: Gratis-Download für RC-Tester.
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Gibt es Windows 7 noch in einer 32-Bit-Variante?

Ja, entgegen der ursprünglichen Annahmen bringt Microsoft mit Windows 7 noch einmal zwei getrennte Versionen für 32- und 64-Bit-Systeme.

Was sind die wichtigsten Veränderungen von Windows 7 gegenüber Vista?

Windows 7 baut auf der Codebasis von Vista auf. Dies sorgt zusammen mit einer Reihe neuer Treiber vor allem für Kompatibilität zu Software und Hardware, die bereits unter Vista zuverlässig lief. Darüber hinaus gibt es eine lange Liste kleinerer Verbesserungen; etwa das neue Bedienkonzept mit überarbeiteter Taskleiste und besserem Fenster-Management, die Organisation eigener Daten in Bibliotheken, leichte Heimvernetzung und Multimedia-Streaming mittels Homegroup und neuem Media Player/Center, Unterstützung weiterer Multimedia-Codecs ab Installation, einfacherer Umgang mit angeschlossenen Geräten, eine angepasste Benutzerkontensteuerung und bessere Werte bei Leistung und Ressourcenverbrauch als Windows Vista.

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Medion akoya mini E1210: Der Betrieb von Windows 7 ist problemlos.
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Bootet Windows 7 endlich schneller als Vista?

Windows 7 lädt beim Systemstart zunächst nur wichtige Dienste. Diese Schlankheitskur zusammen mit einer effizienteren Codebasis und Parallelisierung sollen einen flinkeren Start ermöglichen. In unserem Windows 7 Test können wir eine Leistungssteigerung um etwa 13 Prozent messen.

Wie gut läuft Windows 7 auf Netbooks?

Im Test mit zwei typischen Netbooks, davon eines mit 1 GByte und eines mit 2 GByte Arbeitsspeicher, konnten wir keine Beeinträchtigungen feststellen.

Fragen zu Software und neuen Funktionen

Warum fehlen bei Windows 7 wichtige Anwendungen wie Mail-Programm oder Fotogalerie?

Microsoft ersetzt derartige Software durch die Windows-Live-Dienste, die Sie bequem über das Startmenü nachladen. Ob diese Entscheidung einfach nur Werbung für die Live-Dienste ist oder mit den Vorwürfen zusammenhängt, dass Microsoft mit Windows seine Monopolstellung ausnutze, bleibt unklar.

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Windows-Live-Dienste ersetzen bisherige Software wie die Fotogalerie.
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Was passierte mit der schicken Vista-Sidebar?

Windows 7 bringt zwar keine eigene Sidebar mit. Die jetzt frei auf dem Desktop verteilbaren Gadgets bleiben dem Anwender aber erhalten. Zudem ordnet Windows 7 die Gadgets standardmäßig untereinander am rechten Bildschirmrand an, genauso wie bei der Vista-Sidebar.

Wie arbeite ich am besten mit den neuen Bibliotheken?

Neue Verzeichnisse könnt ihr über die Eigenschaften direkt in den Bibliotheken selbst einschließen. Einfacher gelingt es über das Kontextmenü von Verzeichnissen. Hangelt euch im Explorer einfach zum gesuchten Ordner, öffnet hier das Kontextmenü mit einem Rechtsklick und wählt "Zu Bibliothek hinzufügen".

Was sind die wichtigsten Tastenfunktionen von Windows 7?

Hierunter fallen vor allem die Kürzel für die Funktionen Aero Snap, Aero Peek, Areo Shake und das Fenster-Management. Die nötigen Kombinationen finden Sie in unserem großen Praxis-Test.

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Device Stage vereinfacht den Umgang mit angeschlossenen Geräten deutlich.
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Was ist die Device Stage in Windows 7?

Für eine Reihe von angeschlossenen Geräten benötigt ihr keine zusätzliche Software. Die Nutzung der wichtigsten Funktionen - wie Datei-Import/Export oder das Abspielen von Multimedia-Daten - übernimmt die zum Gerät gehörende Device Stage.

Ich lese immer wieder etwas vom "Anpinnen" von Dokumenten. Was hat es damit auf sich?

Die neuen Sprunglisten (Rechtsklick auf ein Taskbar-Icon) und die neuen Recent-Menüs im Startmenü listen die zuletzt mit einer Anwendung benutzten Dokumente auf. Über das "Anpinnen" könnt ihr Dokumente hier dauerhaft verankern. Dadurch habt ihr immer schnellen Zugriff auf eure Favoriten.

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AutoPlay öffnet Dateien von Wechselmedien nur mit vertrauenswürdigen Anwendungen.
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Stimmt es, dass Windows 7 die AutoPlay-Funktion etwa beim Einlegen einer DVD oder beim Einstecken eines USB-Sticks abstellt?

Nicht ganz. Die AutoPlay-Funktion bleibt grundsätzlich erhalten, so dass ihr auch in Zukunft Software schnell von einer CD/DVD installieren könnt. Die Entwickler haben die Funktion aber so angepasst, dass Wechselmedien die Autostart-Funktion nicht direkt nutzen dürfen. Dies soll die Verbreitung von Malware zum Beispiel über USB-Sticks einschränken.

Welche Neuerungen gibt es für die unter Vista sehr nervige Benutzerkontensteuerung (UAC)?

Die Häufigkeit von UAC-Nachfragen legt ihr jetzt per Schieberegler in vier Stufen selbst fest. In der Standardeinstellung fragt die UAC nicht mehr bei von euch veranlassten Systemveränderungen nach. Das spart etwa ein Drittel der UAC-Aufrufe. Aus Sicherheitsgründen bleibt die Nachfrage bei der Veränderung der UAC-Einstellungen selbst aber erhalten.

Windows 7 Tipps, Tricks und Varianten

Ich vermisse meine Schnellstart-Leiste. Kann ich die nicht auch unter Windows 7 einschalten?

Könnt ihr. Allerdings müsst ihr die Symbolleiste dieses Mal manuell anlegen.

Mir ist Windows 7 zu bunt. Wie werde ich den ganzen Grafik-Schnickschnack wieder los?

Öffnet zunächst die Systemeinstellungen über die Tastenkombination + und wählt hier "Erweiterte Systemeinstellungen" aus dem linken Navigationsbereich. Klickt in dem neuen Dialog "Systemeigenschaften" auf den Reiter "Erweitert" und dann auf "Einstellungen" im Bereich Leistung. Stellt hier im Bereich Effekte den Radio-Button auf "Für optimale Leistung anpassen". Anschließend öffnet ihr über einen Rechtsklick auf die Taskleiste die Eigenschaften der Leiste. Hakt hier "Kleine Icons" an und wählt bei der Option Taskbar-Buttons "Nicht kombinieren".

Welche Varianten gibt es von Windows 7?

Windows 7 kommt in den sechs Varianten Starter, Home Basic, Home Premium, Professional, Enterprise und Ultimate.

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Windows 7 Versionen im übersichtlichen Vergleich.
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Was sind die wichtigsten Unterschiede der einzelnen Varianten?

Die Starter-Edition bietet lediglich eine Basis-Oberfläche und kann mit maximal drei Anwendungen umgehen. Die Home-Basic-Variante bringt ebenfalls eine abgespeckte Oberfläche ohne Aero-Funktionen mit und bietet zudem kein Media Center. Die HomePremium-Edition ist die Standard-Variante für Privatanwender und bringt alle optischen Funktionen und Multimedia-Features. Weitreichende Backup-Funktionen bleiben Professional-Nutzern vorbehalten. Die Sicherheitsfeatures BitLocker und BitLocker To Go gibt es nur für die teureren Windows-Pakete.

Ausblick auf Final, Preis und Windows 8

Wann kommt die finale Version von Windows 7?

Microsoft hat sich bislang nicht offiziell zum finalen Release geäußert. Immer konkreter wird aber das Datum 23. Oktober 2009.

Was wird Windows 7 kosten?

Das ist bislang nicht bekannt.

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Windows 7: laut unserem Test "das beste Windows aller Zeiten."
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Gibt es schon Informationen zu Windows 8?

Sicher ist, dass Microsoft bereits mit den Arbeiten an Windows 8 beginnt. Konkrete Features sind derzeit kaum bekannt. Während ein neuer Kernel für die zukünftige Windows-Version wahrscheinlich ist, wird sich erst in ein paar Monaten erweisen, ob Microsoft endlich ein verbessertes Dateisystem aufnehmen wird; ganz egal ob es sich dabei um WinFS oder ein anderes System handeln wird. Als sicher gilt zudem, dass das LiveLabs-Projekt Seadragon Teil von Windows 8 werden wird. Dieses Gerücht bestätigte eine kürzlich erschienene Stellenanzeige von Microsoft.