Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mahnt Microsoft wegen Zwangs-Download von Windows 10 ab. Denn im Hintergrund wird ohne das Wissen und die Zustimmung der Nutzer ein 6 GB großes Installations-Paket hinterlegt.

Windows 10 - Zwangs-Download: Verbraucherzentrale mahnt Microsoft ab

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Das mag im ersten Augenblick nicht sonderlich problematisch klingen, doch schaut man sich das näher an, so ist verständlich, warum sich Microsoft die Kritiken gefallen lassen muss. Einerseits werden die Nutzer erst nach diesem Download gefragt, ob sie der Installation zustimmen oder nicht.

Für Cornelia Tausch, Vorstand der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, ist "diese Geschäftspraxis inakzeptabel" und stellt eine "unzumutbare Belästigung" dar.

Windows 10 nimmt den Nutzern die Entscheidung

Weiterhin sind 6 GB auch in der heutigen Zeit kein Pappenstiel, denn gerade SSD-Festplatten sind vergleichsweise noch nicht mit üppigem Speicherplatz ausgestattet bzw. noch nicht so weit mit sattem Volumen verbreitet wie herkömmliche HDDs.

"Bei schnellen SSD-Festplatten ist der Speicherplatz oft vergleichsweise gering, 6 GB können dann mehr als 10 Prozent des zur Verfügung stehenden Gesamtspeicherplatzes ausmachen", meint Tausch.

Darüber hinaus sind nicht alle Nutzer mit einer Internet-Flatrate bzw. einem unbegrenzten Datenvolumen unterwegs – entweder weil sie mobil sind oder weil es am Standort nicht anders möglich ist, wenn es um eine schnelle Verbindung geht.

Daher hat die Verbraucherzentrale Microsoft abgemahnt, wobei sich das Unternehmen bisher weigerte, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben: "Wir werden die Geschäftspraxis von Microsoft daher einer gerichtlichen Prüfung unterziehen."