Mit der Entwicklung von Windows 8 begann für Microsoft eine neue Zeitrechnung. Nicht nur, dass man erstmals ein auf die Bedienung per Touchscreen optimiertes Betriebssystem anbieten wollte, auch die Vereinheitlichung der verschiedenen Plattformen sollte durch einheitliche oder sehr ähnliche Kernel und APIs vorgenommen werden.

Während dies in Teilen gelungen ist, konnte die Zahl der Plattformen aber nicht gesenkt werden, denn mit Windows 8, Windows RT und Windows Phone stehen dem Verbraucher noch immer drei Systeme für drei verschiedene Gerätekategorien gegenüber, obwohl nur zwei Architekturen - x86 und ARM - bedient werden müssen. Doch dies könnte sich in Zukunft ändern, wie Terry Myerson, verantwortlich für die Software-Sparte bei Microsoft, nun angedeutet hat.

Im Rahmen einer Analysten-Konferenz erklärte er, dass Windows RT der erste Versuch für ARM-basierte Tablets gewesen sei. Künftig werde man aber deutlich mehr „Windows ARM Tablets“ sehen, da aus „Telefonen Tablets werden“. Und weiter: „"Wir sollten eine Sammlung von Entwickler-APIs auf all unseren Geräten haben. Und alle Apps, die wir Endverbrauchern bereitstellen, sollten für alle unsere Geräte verfügbar sein.“"

Zwar sprach Myerson die Verschmelzung nicht direkt an, seine Äußerungen sind allerdings unmissverständlich, zumindest was die Planung für die nächsten Jahre angeht. Offen bleibt jedoch, ob künftige Versionen von Windows RT auch auf Smartphones eingesetzt werden sollen oder Windows Phone auch Tablets abdecken soll.

Generell würde Microsoft mit diesem Schritt noch weiter in Richtung Apple schwenken, eine Ausrichtung, die Tim Cook dem Konzern aus Redmond schon jetzt durch den Kauf von Nokia attestiert. Denn ähnlich wie in Cupertino würde man dann auch im Hause Microsoft Smartphones und Tablets unter einem Software-Dach vereinen, PCs aber nach wie vor größtenteils getrennt versorgen.