2013 wird, so wie es momentan aussieht, ein turbulentes Konsolenjahr. Trotz vergangener Prognosen, der Konsolenmarkt wäre am Ende, scheint es, als würde er ausgerechnet durch den vermeintlichen Feind Android neuen Aufwind erhalten. Ermöglicht doch Googles Betriebssystem verschiedenen Herstellern, ihre eigene Version einer Konsole auf den Markt zu werfen. Und dieses Jahr sollen mit Ouya, Gamestick und eSfere gleich drei Konsolen auf Android-Basis in den Handel kommen, wobei eSfere momentan eher auf verlorenem Posten steht. Selbst Nvidia hat mit Project Shield ein Gaming-Device in petto. Und dann ist da natürlich noch der echte Konkurrent zu den drei etablierten Konsolenherstellern: Valve mit ihrer Steam-Box.

Valve - Gabe Newell hält nichts von Unterscheidung zwischen PC- und Videospielen

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Gerade erst fragte man sich, ob Microsofts Phil Harrisons Kommentar nun Rat oder Drohung sein sollte, da sagt Valve-Boss Gabe Newell in einem Interview, als würde er darauf antworten, dass für ihn kein Unterschied zwischen dem Spielen am PC und an Konsolen bestünde und Valve deswegen nicht etwa Neuland beträte mit der Steam-Box, sondern sich auf vertrautem Terrain befände.

So empfände er die Unterscheidung zwischen Spielen am Desktop-PC und Spielen an den Konsolen als eine Art künstliche Wand, die es einzureißen gelte. Auf die Frage, wann man nun endlich seine Spiele überall und mit allem spielen könne, antwortet er "Warum läuft mein Spieleerlebnis nicht auf meinem Smartphone weiter, oder wenn ich im Wohnzimmer bin, oder auf der Arbeit oder im Flugzeug? Nicht etwa, weil es technisch nicht machbar wäre," so Gabe Newell. "Sondern weil die Leute, die momentan den Smartphonemarkt kontrollieren, Apple, null Interesse daran haben, mit den Leuten, die den Wohnzimmer fest im Griff haben, zusammenzuarbeiten. Und sie sind total dahinter, diesen Bereich von dem, was man am Laptop oder am Rechner macht, fernzuhalten."

So habe Valve nach seinem großen Erfolg nach neuen Zielen gesucht um "auf interessante Weise innovativ zu sein" und dabei auch auf die großen Erfolge der letzten Jahre wie den Apple Ipad oder die Nintendo Wii geschaut. Auf diese Weise habe man erkannt, was Firmen wie Apple und Nintendo von Valve unterscheidet - die beiden Unternehmen denken über das gesamte Nutzererlebnis nach. Von Kopf bis Fuß bliebe nichts dem Zufall überlassen.

"Momentan glauben wir, dass jegliche Gewinnmarge, jeglicher Profit aus dem Bereich Hardware ausgeschöpft wurde. Dell hat schreckliche Margen. Razer hat schreckliche Margen. Und wir sind super-profitabel. Also müssen wir ein wenig davon nehmen und es in spekulative Investitionen, wie das Projekt unseres Mannes für Research&Development, Michael Abrash oder in (die biometrischen) Controller stecken."

Steam hat einmal mehr bewiesen, dass sie Neuland betreten wollen und können. Und wer weiß, vielleicht etabliert sich mit der Steambox eine neue, innovative Erfahrung, die den Konsolenmarkt aufmischen kann. Preislich ganz sicher.