Der Kurznachrichtendienst Twitter reichte Klage gegen die US-Regierung ein. Der Grund: Twitter wird daran gehindert, seinen Nutzern den genauen Umfang der Datenanfragen durch Geheimdienste zu offenbaren.

Das Unternehmen erklärt in einem Blog-Post, dass diese Praxis nicht mit dem Recht auf Meinungsfreiheit vereinbar sei und man bereits versuchte, den Grad an Transparenz ohne Klage zu erzielen. Allerdings völlig umsonst.

Schon seit Monaten würde das Justizministerium die Herausgabe eines Transparenzberichts blockieren, der spezifische Angaben zu den Datenabfragen durch Geheimdienste enthalten soll. Eingereicht wurde die Klage vor einem Bundesgericht in Kalifornien. Ob Twitter da tatsächlich Erfolg haben wird, bleibt abzwuwarten.

Twitter ist nicht das einzige Technologieunternehmen, das die US-Regierung dazu auffordert, seine Nutzer über die per Gesetz geregelte Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten informieren zu können.

Zuletzt versprachen Google und Apple, den Behörden durch Verschlüsselung von Smartphones den Zugriff zu verbieten. Die Behörden zeigten sich bislang natürlich nicht sonderlich begeistert darüber. Währenddessen wehrt sich Microsoft gegen eine Gerichtsentscheidung, wonach amerikanische Behörden Zugriff auf europäische Nutzerdaten erhalten sollen.