Es ist mal wieder Zeit für eine Studie, auf die die Welt gewartet hat. Diesmal sind LED-Bildschirme in das Visier der Forscher des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation geraten. Dort hat man herausgefunden, dass Leute, die zur späten Stunde mit LED-Bildschirmen arbeiten, nachweislich konzentrierter sind, als ihre Kollegen an den herkömmlichen Monitoren.

Technik - Vorteil und Schattenseite von LED-Bildschirmen

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So klein, und so ein großer Effekt: Light Emitting Diodes
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In einem Versuch der Fachzeitschrift Journal of Applied Physiology, wurden dreizehn Testpersonen über mehrere Abende an verschiedene Bildschirme gesetzt und gezwungen, wie blöde auf den Monitor zu starren und entsprechende Reaktionstests über sich ergehen zu lassen.. Dem anschließenden Bericht zu Folge, reagierten die LED-Nutzer um ganze 20 Prozent schneller, als ihre Kameraden an den herkömmlichen Datensichtgeräten.

Zudem, sorgte das monochromatische Licht der LEDs (Light Emitting Diodes) dafür, dass die abendliche Melatonin-Produktion (Dieser Botenstoff reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus) länger unterdrückt wurde, und die Probanden in anschließenden kognitiven- und Wortpaar-Lerntests besser abschnitten und sich wacher fühlten. Das lag daran, dass das Licht der entsprechenden Monitore durch seine Wellenlänge von 464 Nanometern blau erscheint und über die Rezeptoren im menschlichen Auge die innere Uhr beeinflusst.

Aber wie immer, hat auch diese Medaille eine Kehrseite. Denn aus genau den gleichen, oben genannten Gründen, wirkt sich die Benutzung dieser Flimmerkisten möglicherweise negativ auf die Einschlafphase aus, und sorgt dafür, dass Leute, die nach dem Arbeiten direkt zu Bett gehen wollen, Schlafprobleme bekommen. Daher schlagen die Forscher der Studie vor, Monitore zu entwickeln, deren Wellenlängenprofil individuell einstellbar ist.