Nachdem Apple das erste iPad vorgestellt hatte und nahezu alle Branchengrößen auf den Trend-Zug rund um die Taschencomputer aufgesprungen waren, wollte auch HP ein Wort mitreden.

So präsentierten die Amerikaner das HP Touchpad, dessen Betriebssystem WebOS nicht nur anders sondern auch bessser sein wollte. Das Erfolg blieb weitestgehend aus, sodass sich der Konzern entschloss noch lagernde Geräte zum Billigstpreis von 99 US-Dollar abzuverkaufen und den Tablet-Markt abzuhaken.

Nun folgt die nächste 180-Grad-Wende. CEO Meg Whitman sprach auf dem Global Influencer Summit 2012 in Shanghai, dass HP mit Windows 8 wieder eine Rolle im Tablet-Geschäft spielen möchte. So würde das Unternehmen mehrere Tablet-PCs mit Redmonds neuester Ausgabe des beliebten Betriebssystems auf den Markt bringen.

Der Vizechef der Drucker- und PC-Sparte Todd Bradley verriet außerdem, dass HPs Windows 8 Tablets mit cloud-basierter Technologie aufwarten wird. So soll es möglich sein Inhalte online zu speichern und über verschiedene Geräte zu verteilen.

Bereits im vergangenen Jahr waren Gerüchte aufgekommen, HP würde komplett aus dem PC-Geschäft aussteigen. Der Umstieg auf reine Softwarelösungen sollte vor allem helfen Kosten zu sparen und Gewinnmargen zu erhöhen. Meg Whitman erteilte diesen Gerüchten nun eine endgültige Abfuhr.

Vielmehr werde der Konzern seine Drucker- und PC-Sparte weiter verschmelzen um Kosten zu sparen. Vor allem das Vereinen von Logistik, Distribution und Marketing soll helfen Kosten zu sparen. Bereits in 3 Monaten will HP dies in Südostasien umsetzen. Eine weitere Stütze soll die vor kurzem vorgestellte Ultrabook-Generation für Heimanwender und Geschäftskunden sein.