Wie eine Studie einer kalifornischen Universität ergeben hat, soll die Zukunft der Solid-State-Laufwerke weitaus weniger rosig aussehen, als es bisherige Zukunfts-Prognosen vermuten ließen. Bislang erscheint der Trend jedoch klar: Immer mehr SSD-Laufwerke verdrängen die mechanischen Festplatten aus Computern.

Dabei spielt insbesondere der Mobile-Sektor eine wesentliche Rolle. So können die auf NAND-Speicher basierenden Festplatten in Notebooks ihre volle Palette an Vorteilen (wie beispielsweise die Stoßunempfindlichkeit und der vibrationsfreie Betrieb) ausspielen. Doch auch im Desktop-Bereich wollen immer mehr Nutzer von der deutlich höheren Geschwindigkeit profitieren.

Wie in der Studie angeführt wird, könnten die SSD-Laufwerke künftig jedoch weniger Anklang bei den Kunden finden. Das soll vor allem an der abnehmenden Qualität der Festplatten liegen. So werden parallel zum Preis auch die Dichten der einzelnen Chips immer kleiner, was zu einer höheren Ausfallrate, Einbußen bei der Geschwindigkeit und höheren Latenzzeiten führen soll.

Diese Effekte sollen mit zunehmenden Alter der Laufwerke weiter an Größe gewinnen. Nachgewiesen habe man den verstärkten Qualitätsmangel anhand von sechs SSD-Laufwerken unterschiedlicher Hersteller.

Rechne man mithilfe den gewonnenen Untersuchungsergebnissen bis auf das Jahr 2024 hoch - in welchem vermutlich bereits 6,5nm-Fertigungsverfahren angewandt werden - so könnten sich die Latenzzeiten bei Multi-Level-SSDs bereits verdoppelt haben. Die Fehlerrate könnte im selben Zeitraum bereits das Dreifache betragen, so die Studie.