Dass der Siegeszug der Smartphones eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Handhelds wie Nintendos 3DS und Sonys PS Vita darstellt, dürfte durchaus verständlich sein. Doch einer neuen Studie von Frank N. Magid Associates und der Monetarisierungsplattform Playspan nach, sehen zumindest in den USA immer mehr Spieler ihre Smartphones als deren bevorzugte Spieleplattform an.

Studien - Smartphones nun gleichauf mit Konsolen als bevorzugte Spieleplattform

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Spiele wie Shadowgun Deadzone sind ihrer Handheld-Konkurrenz mehr als ebenbürtig
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Eine von Magid Associates im vergangenen Dezember durchgeführte Online-Umfrage brachte zutage, dass knapp 80 Prozent aller Konsumenten in den USA mittlerweile als Spieler gelten. Diesen überraschenden Anstieg in der Spielergemeinschaft führt das Unternehmen auf die steigende Zahl der Smartphone-Besitzer zurück.

Laut der Umfrage nannten rund 35 Prozent der Teilnehmer ihre Konsolen als primäre Spieleplattform. Denen gegenüber stehen 34 Prozent an Teilnehmern, die ihre Smartphones als bevorzugte Spieleplattform nannten. Ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen also.

Hinter den Konsolen und Smartphones folgten die Tablets mit 11 Prozent und gleich danach Computer mit immerhin noch 6 Prozent. Handhelds waren bei dieser Umfrage die großen Verlierer. Nintendos 3DS und Sonys PS Vita erhielten zusammen gerade mal 3 Prozent aller Stimmen.

Dass Smartphones tatsächlich für den Anstieg der Spielerzahl verantwortlich sind, zeigt sich auch in der Verteilung der Geschlechter. Denn während 49 Prozent der männlichen Befragten mitteilten, dass ihre bevorzugte Spieleplattform noch immer eine Konsole sei, waren es bei den Frauen lediglich 18 Prozent.

Dafür gaben satte 45 Prozent der Frauen an, dass sie am liebsten auf dem Smartphone spielten. Bei den Männern dagegen, waren es lediglich oder immerhin noch 25 Prozent.

Wie man weiß, wird besonders der Spielemarkt für Smartphones von Free-To-Play-Titeln dominiert, die über eingestreute Werbung oder Mikrotransaktionen Geld einnehmen. Pay-To-Play-Titel gibt es zwar auch, so entwickelt Gameloft erfolgreiche Smartphone- und Tablet-Spiele, doch sind es gerade die Free-To-Play-Titeln wie das über 50 Millionen Mal heruntergeladene Temple Run 2, die für Schlagzeilen sorgen.

Und auch in diesem Bereich hat die Studie etwas zu berichten. So hat Magid Associates herausgefunden, dass 77 Prozent der Spieler ihre Zeit am liebsten mit Free-To-Play- statt Pay-To-Play-Titeln verbringen.

Unter den Smartphone-Spielern waren es die männlichen Spieler, die eher bereit waren Geld auszugeben. So gaben rund drei Mal soviele Männer Pay-To-Play-Titel oder Spiele mit Abo-Modell als ihre Favoriten an. Auch waren Männer wieder einmal an vorderster Front dabei, wenn es darum ging, in Free-To-Play-Titeln Geld für In-App-Käufe auszugeben. Auch hier war deren Zahl drei Mal so hoch wie bei den Frauen.

Die durchschnittliche Höhe der Ausgaben pro Monat betrug dabei zwischen $4,83 und $13,38. Die lukrativste Gruppe war die männliche Gruppe aus 18-24-Jährigen, die monatlich im Schnitt $30,59 für In-App-Käufe ausgab.

"Die Verlagerung zu Free-To-Play-Spielen wird der neue Standard in der Spieleindustrie werden und diese Untersuchung bestärkt diesen Trend," so Robert Crawford, Vizepräsident von Frank N. Magid Associates. "Wenn man sich den Durchschnitt ansieht, der im Laufe eines Jahres ausgegeben wird, sieht man, dass die Einnahmen von Free-To-Play-Spielen die Einnahmen der Pay-To-Play-Titel übersteigen. Es ist wichtig, dass Spiele-Entwickler diesen Trend erkennen und ihn mithilfe neuer Free-To-Play-Plattformen zu Geld machen."