Die zunehmende Verbreitung von Solid State Drives (SSDs) im Massenspeicher-Segment könnte bald einen neuen Schub bekommen. Mit immer kleineren Fertigungsgrößen der NAND-Flash-Speicherchips und einem neuen Controller von JMicron sollen sich die Verkaufspreise für SSDs in naher Zukunft halbieren lassen. Wie Dailytech berichtet, könnte dies bereits zur konsumfreudigen Weihnachtszeit der Fall sein.

IM Flash Technologies, ein von Intel und Micron gegründetes Unternehmen, stellt mittlerweile NAND-Chips im 34-nm-Verfahren her, während Samsung und Toshiba in Kürze mit der Produktion von 32nm-NAND-Speicher beginnen. Die Verkleinerung des Fertigungsprozesses bringt schnellere Speicherzellen mit sich, die dabei auch noch günstiger hergestellt werden können.

Zudem bringt der taiwanesische Hersteller JMicron einen neuen Flash-Controller auf den Markt, der speziell auf die NAND-Zellen der nächsten Generation zugeschnitten sein soll. Der Controller wird sich JMF612 nennen und soll einige Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger mit sich bringen. Letzterer, namentlich der JMF602, hatte sich durch mangelhafte Leistung bei zufälligen Schreibzugriffen und des "Stotter-Phänomens" einen schlechten Ruf erarbeitet.

Der JMF612-Controller soll eben diese Probleme beseitigen. Er verfügt über einen ARM9-Prozessor mit 32 KB ROM, 128 KB RAM und acht Speicherkanäle für einen schnellen Datenzugriff. Weiterhin soll er bis zu 256 MB DDR bzw. DDR2 DRAM Zwischenspeicher, 128-Bit-AES-Verschlüsselung und NCQ unterstützen.

Erste Samples des Controller-Chips wird JMicron auf der Computex präsentieren. Die Massenproduktion soll bereits im Juli starten.