Der angeschlagene Speicherspezialist Qimonda scheint wohl gerettet zu sein. In seiner Pressemitteilung gab das Unternehmen bekannt, dass das Rettungspaket endlich auf sicheren Beinen stünde. So erhält Qimonda ein Darlehen in Höhe von insgesamt 325 Millionen Euro. Davon kommen 150 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen, 100 Millionen Euro von einem portugiesischen Kreditinstitut und die weiteren 75 Millionen Euro von Infineon, dem Mutterkonzern.

Neben Deutschland ist auch Portugal ein wichtiger Produktionsstandort für den angeschlagen DRAM-Hersteller, welcher bereits 950 Stellen streichen musste. Rund 1800 Mitarbeiter arbeiten in dem Werk nahe Porto. Die Portugiesen erhoffen sich durch den Zuschuss nicht nur das Fortbestehen des Unternehmens, sondern versuchen den Standort im eigenen Lande zu sichern und attraktiver zu gestalten. Im Gegenzug versucht die Qimonda AG die Forschung und Fertigung ihrer Produkte auf Dresden und Porto zu beschränken.Zum Schluss steht dem Unternehmen noch eine 280 Millionen schwere Bürgschaft des Bundes und des Freistaats Sachsens in Aussicht. Die Bedingungen hierfür sind allerdings noch nicht bekannt. Ob sich der Speicherspezialist damit endgültig aus der Krise ziehen kann, bleibt abzuwarten.