Der Preisverfall bei Arbeitsspeicher setzt sich weiter fort - die Speicherpreise sind wieder um fast 10 Prozent gesunken. Analysten machen vor allem die mangelnde Nachfrage im Consumer-Markt dafür verantwortlich. Laut mehreren Berichten von Herstellern sind die Lager voll und die Abnehmer haben sich bereits für das Weihnachtsgeschäft eingedeckt.

Ein weiterer Punkt für den Preisverfall liegt in der Produktion. Die Fertigungstechnologien der 40- und 50-nm-Klasse sind inzwischen so ausgereift, dass die Ausbeute gestiegen ist, aber im Gegenzug die Nachfrage gesunken. Vor zwei Wochen lag der Preis für einen 1,0 Gigabit großen DDR3-1333-Chip noch bei über 2 US-Dollar - aktuell werden diese bereits für 1,80 US-Dollar verkauft. Für das vierte Quartal werden Preise von nur noch 1,50 US-Dollar pro Chip erwartet.

Die fallenden Preise werden inzwischen auch an die Endverbraucher weitergegeben. Zum Beispiel kostete ein DDR3-1333-Kit von OCZ mit 4,0 GB Kapazität vor zwei Wochen noch 62,36 Euro, aktuell werden nur noch 56,01 Euro fällig. Dieser Preis wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen oder Wochen weiter fallen.

Die Preise für DDR2-Speicher fallen ebenfalls leicht wenn auch nicht ganz so stark wie beim Nachfolger. Insgesamt liegt der Preis pro Gigabyte fast unter der 20-Euro-Marke. Für die Zukunft gehen Analysten davon aus, dass die Preise erst wieder im neuen Jahr steigen werden, sobald die neuen Plattformen von AMD und Intel auf den Markt kommen.