In einem Interview sprach Scott Rohde, Sony Head of Worldwide Studios America über das Gefühl, dass man damals empfand, als Microsoft den Preis der Xbox One verkündete und warum Steam Machines vorerst keine Konkurrenz für die PS4 darstellen.

Sony Computer Entertainment - Sony: Bei Microsofts $499 tanzten wir auf den Gängen, Steam Machines keine Konkurrenz

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 1/31/3
Von der PS4 soll es bald auch eine weiße Edition geben
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

An die Bloßstellung Microsofts durch Sony auf der E3 2013 dürften sich sicher noch viele erinnern. Sonys großer Trumpf während ihres Pressekonferenzes war neben der Gebrauchtspiel- und Always-On-Debatte auch der Preis der PS4, der mit 399 Dollar rund 100 Dollar günstiger ausfiel als der Preis der Xbox One von Microsoft, die satte 499 Dollar kosten sollte. Dank des Livestreams wurde die ganze Welt Zeuge von Sonys brilliantem Trolling.

Doch hinter den Kulissen war es noch wilder, wie Sony Head of Worldwide Studios America Scott Rohde berichtet. "Ich werde nicht lügen. Ich weiß noch genau, wo ich war", so Rohde. "Wir hatten schon das Gefühl, dass sie mit 499 Dollar ankommen würden, aber wir waren uns noch nicht sicher. Also ja, wir tanzten auf den Gängen und gaben uns High-Fives. Es war großartig. Wer auch immer zum Interview hereinkam, es war egal, wie die Frage lautete, ich konnte sie immer mit 399 Dollar beantworten. Das war die Antwort auf alle Fragen."

Sony hatte seine Hausaufgaben gemacht. Wer erinnert sich nicht an die katastrophale Pressekonferenz zur E3 2006, als man die PS3 mit einem Preis von 599 Dollar ankündigte? "It's Ridge Racer. RIIIDGE RACER!"

In der letzten Konsolengeneration unterschätzte man auch die Xbox 360, da die PS2 als eindeutiger Sieger aus dem Duell mit Microsofts Xbox hervorging. Insgesamt sei man zufrieden mit dem Marktanteil der PS3, da sie auch viel später auf den Markt kam als Microsofts Xbox 360. Man konnte gut aufschließen und sich behaupten.

Dass Microsoft nun den Preis der Xbox One auch durch den Wegfall der Kinect-Bindung anpassen konnte, sieht Rohde gelassen. Man habe bereits damit gerechnet, dass Microsoft diesen Schritt gehen würde.

Valves Steam Machine sehe Rohde dagegen noch nicht wirklich als Konkurrenz an. Valves Steam-Plattform ist zwar ein erfolgreiches Modell auf dem PC, doch eine weltweite Hardware-Distribution sei nun mal eine komplett andere Geschichte. Valve werde zwar den Hardware-Bereich auslagern, so soll jeder Hersteller in der Lage sein, eigene Steam Machines zu erstellen, doch Rohde weist darauf hin, dass es dieses Lizenzmodell schon einmal gegeben habe - er verweist auf den Konsolen-Flop 3DO.

Valve könne durchaus eine Konkurrenz werden, doch nicht in naher Zukunft.