Forscher und Produktentwickler greifen schon seit vielen Jahren bei der Umsetzung neuer Produkte auf Lösungen made by Mutter Natur zurück. Eines der letztes Beispiele dafür im Computerbereich dürften Noiseblockers bionische "eLoop"-Lüfter sein. Eine Forschungsgruppe aus Leeds könnte mit Hilfe von Bakterien nun den Grundstein für eine neue Festplatten-Generation gelegt haben.

Gegenstand der Forschung ist das Bakterium "Magnetospirillum Magneitcum", welches Eisen aufnimmt. Wie man feststellen konnte, reagiert das aufgenommene Eisen mit einem Protein in Inneren des Bakteriums zu Magnetit-Kristallen in Nanogröße. Die Forscher haben das besagte Protein Mms6 aus dem Bakterium extrahiert und in einem erfolgreichen Versuch damit Eisen in Magnetit umgewandelt.

In Zukunft könnte man diese Technik anwenden, um die bisher bei der Festplattenproduktion verwendeten Argon-Ionen abzulösen. Die Konsequenz wäre eine deutlich höhere Informationsdichte. So haben die Forscher bereits ein Quadrat mit der Kantenlänge von 20 Mikrometern hergestellt.

Würde man dies so bei aktuellen Festplatten anwenden, könnte man die Kapazität bereits deutlich steigern. Ziel ist es jedoch die Quadrate so aufzubauen, dass eine Fläche von einem Quadratzoll (entspricht circa 6,5 Quadratzentimeter) eine Datenmenge von einem TB aufnehmen kann.