Auf der momentan in San Francisco stattfindenden International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) erlauben viele Hersteller einen Einblick in ihre Forschungsarbeiten. So präsentierte unter anderem der US-Prozessor-Hersteller Intel einen ersten Prototyp eines SoC-Prozessores mit integrierter WLAN-Einheit.

Heute gibt das japanische Unternehmen Sony im Rahmen der Messe bekannt, dass man einen Funk-Chip entwickeln konnte, der eine Datenübertragungsrate von bis zu 6,3 Gigabit pro Sekunde erreichen soll.

Wie Sony anführt, habe man die Forschungsarbeiten in Kooperation mit der National University Corporation und dem Tokyo Institute of Technology betrieben. Sonys Aufgabe sei dabei vor allem gewesen, sämtliche digitale Einheiten zu integrieren. Die Partner hingegen konzentrierten sich auf die Chip-Architektur und analogen Bauteile.

Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist ein Chip, welcher eine theoretische Datenübertragungsrate von rund 6,3 Gigabit erreichen soll. Der Praxiswert soll etwas geringer ausfallen. Dennoch - so Sony - reiche die Leistung beispielsweise zum Streamen von unkomprimiertem HD-Material aus. Des Weiteren sei es gelungen, den Strombedarf sehr gering zu halten, sodass auch der Einsatz in mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets denkbar wäre.

Die im 60-Gigahertz-Band arbeitende Funktechnik soll künftig in den IEEE-Standard 802.15.3c integriert werden. Wann erste Geräte mit der neuen Technik den Markt erreichen, ist bislang unbekannt.