In letzter Zeit war es sehr ruhig geworden, was die Lizenzstreitigkeiten zwischen Intel und NVIDIA betrifft. Zudem gab der kalifornische Grafikkartenhersteller in diesen Tagen klein bei, indem man die Multi-GPU-Technologie SLI auch für Intel-Mainboards lizenzierte. Gestern reichte der Prozessor-Hersteller dann plötzlich Klage im US-Bundesstaat Delaware gegen NVIDIA ein.

Laut Intel soll das aktuelle Cross-Licensing-Abkommen aus dem Jahre 2004 nur die Prozessoren abdecken, welche nicht mit einem integrierten Speichercontroller daherkämen. NVIDIA dürfe zwar für Sockel-775-CPUs Chipsätze bauen, nicht aber für die aktuellen Core-i7- und Core-i5-Prozessoren. Prompt reagierten die Kalifornier heute auf diese Aussage und sehen sich keiner Schuld bewusst, sondern geben den Ball sogar an den Chipriesen zurück. CEO Jen-Hsun Huang ist laut einer Pressemitteilung zufolge der Meinung, dass der Chipriese versucht, das Sterben der CPU zu verlangsamen und die Innovationen in diesem Bereich zu unterbinden. Die GPU soll in den nächsten Jahren immer wichtiger werden.

Bereits mit Technologien wie CUDA, SLI und HybridPower, soll der Grafikkartenhersteller so einige Innovationen, die Intel Angst machen könnten, vorgestellt haben. Auch die Ion-Plattform sei der Atom-Plattform weitaus überlegen. Obwohl die integrierten Grafikeinheiten beider Produkte eine ähnliche Leistungsaufnahme aufweisen sollen, soll der NVIDIA-Chip die bessere Performance liefern, heißt es weiter. Wie sich der Streit in den nächsten Tagen entwickeln wird, bleibt abzuwarten.