Nur wenige Tage nach der Umstellung der GEZ-Gebühr auf die noch immer sehr umstrittene Haushaltsabgabe zum Jahreswechsel, gab die ARD bekannt, ihr TV-Programm ab sofort auch ins Internet zu streamen. Die beiden Livestream-Angebote des öffentlich-rechtlichen Senders sind dabei nicht nur über den Browser eines stationären Rechners abrufbar.

Auch eine entsprechende Mobil-Version für Tablets und Smartphones steht bereit. Verpasste Sendungen lassen sich zudem wie gewohnt in der Mediathek einsehen – sofern man sich nicht gerade für den Tatort entschieden hat. Dieser ist lediglich zwischen 22:00 und 06:00 Uhr zugänglich.

Nach der ARD sind nun drei weitere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten dazu übergangen, ihr Live-Programm ohne zusätzliche Software wie Zatto im weltweiten Netz zugänglich zu machen: Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) mit seinen Digitalkanälen ZDFneo, ZDFkultur und ZDFinfo sowie der Politiksender Phoenix und der deutsch-ffranzösische Sender Arte senden ab sofort ins Internet –allerdings nur dann, wenn der Sender für sein jeweiliges Programm die Rechte für eine Online-Veröffentlichung besitzt. Fehlen diese, bleibt der Stream schwarz. Treffen dürfte dies hauptsächlich Sportereignisse.

Während sich Phoenix und der deutsch-französische Sender Arte lediglich auf eine App für iOS- und Android-Geräte beschränken, sind die Streams der ARD und des ZDFs jeweils über entsprechende Links erreichbar.