Wie jetzt bekannt wurde, übermittelt der kanadische Smartphone-Hersteller Blackberry beim Erstellen eines E-Mail-Accounts im Blackberry 10 Betriebssystem sämtliche Daten, die für den Log-In benötigt werden, an einen hauseigenen Server.

Die Zugangsdaten werden per HTTPS an einen in Kanada positionierten Server weitergeleitet. Was dort mit diesen geschieht, wurde von Blackberry noch nicht preisgegeben. Jedoch ist davon auszugehen, dass diese dort nur hingeschickt werden, um automatisch die Servereinstellungen des E-Mail-Providers einzustellen.

Wenn man die Server-Einstellungen manuell auf dem Smartphone vornimmt, baut das Gerät nämlich keine Verbindung zu den Servern auf. Blackberry unterstreicht weiterhin, dass in ihren Diensten keine Backdoors für irgendwelche Geheim-Organisationen wie NSA vorhanden sind.

Ob man dieser Aussage nach den jüngsten Leaks durch Snowden bezüglich PRISM Glauben schenken kann, sei jedem selbst überlassen. Zu erwähnen ist dabei jedoch, dass Blackberry ein kanadisches Unternehmen ist und somit nicht unter US-Recht bzw. den Patriot Act der USA fällt.

In einem Statement heißt es, dass das Unternehmen im Moment noch keinen Kommentar zum dem Thema abgeben wolle.