Seit Jahren sind wir daran gewöhnt, PC- und vor allem Konsolenspiele mit dem Gamepad zu steuern. Zugegeben: Lenkräder, Force Feedback, und ähnliche Erfindungen machen die Spielerfahrung zunehmend realistischer. Aber letztendlich zockt dennoch die große Mehrheit der Spieler mit dem Standard-Equipment. Maus, Tastatur, Joystick, Gamepad - viel mehr ist in den meisten deutschen (Zocker-) Haushalten nicht zu finden.

Eingabegeräte, die speziell auf ein Spiel oder Genre zugeschnitten waren, zeichneten sich in der Vergangenheit nicht unbedingt durch bahnbrechenden wirtschaftlichen Erfolg aus. Big Ben möchte das nun ändern. Mit dem Shootpad steht seit letztem Freitag ein Eingabegerät für die PS2 in den Regalen, das Spielern das ultimative Spielerlebnis verspricht. Zumindest, wenn das Runde ins Eckige muss. Anpfiff!

Dancing Stage PES?
Auch wenn der Vergleich ketzerisch klingt: Eine gewisse Ähnlichkeit mit einer gewissen "Tanzmatte" kann das Shootpad nicht leugnen. Natürlich sind Einsatzgebiet und Zielgruppe komplett anders, das Bedienen von "Buttons" mit Hilfe der Füße weckt in uns dennoch Erinnerungen. Aber immer schön langsam von vorne: Der innovative Controller besteht grundsätzlich aus drei Teilen.

Alle drei zusammen

Teil Nummer eins findet in der Hand des Spielers Platz und ähnelt etwas dem "Nunchuck"-Controller von Nintendo's Wii. Mit ihm werden die Bewegungen des Spielers gesteuert (Ganz platt ausgedrückt: Vorwärts, Rückwärts, Rechts, Links).

Shootpad - Mit Füßen getreten: Der erste Controller, bei dem die Hände Nebensache sind.

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Matte, Ball und Lichtschranke. Dazu gibts noch einen Nunchuck-ähnlichen Controller für die Hand.
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Teil zwei ist die bereits angesprochene "Matte". Sie ist ca. 70 * 80 cm groß, schön grün und Mittelpunkt des virtuellen Rasenkicks. Im vorderen Teil befinden sich die "Fuß-Buttons", mit denen beispielsweise gesprintet werden kann. Zwischen den Buttons ist außerdem das Kernstück des Controllers platziert: Ein kleiner Fußball, den ihr schon sehr bald mit Fußtritten bearbeiten werdet. Man ahnt es bereits: Ein kräftiger Tritt gegen die schwarz-weiß gemusterte Kugel, und schon knallt euer virtueller Kicker in den Winkel - oder auf die Tribüne, je nach Geübtheit des "Tänzers".

Ergänzend kommt dabei Teil Nummero drei zum Einsatz: Eine Lichtschranke, die hinter der Matte platziert wird und eure Beinbewegungen erfasst. Wer beim Tritt gegen den Ball die optische Schranke durchbricht, löst eine Grätsche aus.

Kabel ab!
Angenehm: Der Handcontroller arbeitet kabellos, an die Konsole muss lediglich ein entsprechender Empfänger angesteckt werden. Damit auch mehrere Spieler problemlos gleichzeitig gegen den Ball treten können, lässt sich jedes Shootpad auf einen von vier Funkkanälen konfigurieren. Schweißtreibenden Duellen mit Freunden steht also nichts im Wege.

Shootpad - Mit Füßen getreten: Der erste Controller, bei dem die Hände Nebensache sind.

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Diesen Teil des Shootpad haltet ihr in der Hand, um die Laufrichtung des Spielers zu steuern.
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Übung macht den Meister

Wer vom herkömmlichen Gamepad auf das Shootpad umsteigt, sollte zunächst seine Ansprüche herunterschrauben. Ohne eine gewisse Gewöhnungsphase ähnelt auch das Spiel Brasilien - Argentinien eher dem Kellerduell der Kreisklasse B. Aber Fußballer - auch virtuelle - wissen, dass ohne Training eben kein Blumentopf zu gewinnen ist, von der Weltmeisterschaft ganz zu schweigen.

Wer sich nicht abschrecken lässt und fleißig übt, wird schon bald auch mit der alternativen Eingabetechnik erste Erfolge feiern. Und da Fußball zu zweit ohnehin mehr Spaß macht als alleine, wird der Freund ja auch nicht gleich auftrumpfen wie Ronaldinho in seiner besten Zeiten.

Für Individualisten
Aktionsradius, Empfindlichkeit, etc. lassen sich auf die eigene Spielweise anpassen. Das Shootpad ist im Moment voll kompatibel mit allen aktuellen FIFA (03 - 07), FIFA Street (1, 2, World Cup 02 + 06) und PES-Version (3 - 6, Winning Eleven 5 - 10). Amazon verkauft das Gerät für 59,98€, zusammen mit FIFA 07 werden gut 100€ fällig. Übrigens, im normalen Packet ist zum Antesten bereits die FIFA 07 Demo enthalten.

Fazit

Wer auf innovative und ungewöhnliche Eingabegräte steht und bereit ist, eine gewisse Einarbeitungszeit in Kauf zu nehmen, kann mit dem Shootpad eine Menge Spaß haben. Ein Blickfang ist das gerät allemal, und die Tanzmatte eurer Freundin könnt ihr ebenfalls auf alle Zeiten in den Schrank verbannen!