Nachdem uns das 'Star Trek'-Universum des 23. und 24. Jahrhunderts Tablets und Smartphones mit Multi-Touch-Eingaben beschert hat, steht jetzt das nächste Gadget an: Der Tricorder.

Science-Fiction - Mit dem Tricorder rückt das 24. Jahrhundert etwas näher

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Ob als medizinischer Tricorder, um Lebenszeichen, Gehirnaktivität oder Strahlungen zu messen, oder im Außeneinsatz, um rechtzeitig vor lauernden Gefahren zu warnen, denen mindestens ein Statist mit einer kurzen Dialogszene zum Opfer fällt - der Tricorder als handlicher Scanner ist für Picard und Co unerlässlich.

Wie nahe das 21. Jahrhundert dem Tricorder ist, beweist Peter Jansen, der in seiner Freizeit genau an diesem Projekt arbeitet. Bereits 2007 fertigte er eine erste Version an, die atmosphärische, elektromagnetische und räumliche Sensoren an Bord hatte. Dieser Science Tricorder Mark 1 getaufte Prototyp besaß bereits das bekannte Clam-Shell-Design und ein 2,8 Zoll großes TFT-Display.

Der Nachfolger, konsequenterweise Science Tricorder Mark 2 genannt, basiert auf einer Atmel-CPU mit einem ARM920T-Kern und läuft mit Debian. Als Interface stehen zwei 2,8 Zoll große OLED-Touchscreens bereit. Die Sensoren sind weitgehend gleichgeblieben.
Wie Janson auf seiner Webseite schreibt, ist sein Ziel, naturwissenschaftliche Phänomene zu visualisieren. Als Beispiel nennt er einen Stromtransformator:

"Nachdem ich den Tricorder in die Nähe eines Netzteils gehalten habe, konnte ich die oszillierenden Magnetfelder auf dem Display sehen. Ich weiß, wie ein Transformator funktioniert - ich wusste es, seitdem mein Vater es mir erklärte, ich kenne die Gleichungen, um den Output zu berechnen bei einem gegebenen Inut und einer gegeben Anzahl von Windungen [in den Spulen] - aber ich habe es bis dahin niemals gesehen, bis ich den Tricorder in meinen Händen hielt. Ich war nun in der Lage, einfacher und auf eine natürliche Weise zu verstehen, was in einem Transformator vor sich geht, da ich jetzt eine visuelle Bestätigung des Vorgangs hatte. Deshalb habe ich den Tricorder gebaut."

Damit jeder in Zukunft naturwissenschaftliche Phänomene beobachten kann, arbeitet Peter Jansen gerade daran, die Herstellungskosten zu senken, damit - so seine Vision - bald jeder Schüler und jede Schülerin auf eine natürlichere Weise lernen wird. Wer Lust hat, selbst den Lötkolben zu schwingen, kann sich auf der Jansens Seite den Schaltplan und die Liste der benötigten Teile herunterladen, sowie die angepasste Linux-Version.