Ingenieure der Tangible Media Group am Media Lab des Massachusetts Institute of Technology entwickelten mit inFORM eine neue Technologie, mit der sich die Bewegungen auf einem auf Bildschirm in die reale Welt übertragen lassen.

Science-Fiction - inFORM verschmilzt virtuelle mit realer Welt

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In einer neueren Version will man mehr Pixel auf den Bildschirm bringen.
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Stellt euch vor, ihr sprecht beispielsweise über Skype mit einem Freund, der auf dem Bildschirm vor euch angezeigt wird. Vor euch auf dem Tisch liegt ein Gegenstand, bei dem ihr nicht wisst, wo sich die Einschaltknopf befindet.

Ohne euch dies zu erklären, streckt der Freund seine Hände aus, kommt mit diesen quasi durch den Bildschirm und nimmt den Gegenstand selbst in die Hand. Er dreht ihn vor eurer Nase herum und zeigt mit dem Finger auf den Knopf zum Einschalten. So in etwa lässt sich diese Technik erklären.

Seine Hände kommen natürlich nicht wirklich durch den Bildschirm, sondern sie werden - vereinfacht ausgedrückt - auf einem zweiten Bildschirm auf dem Tisch liegend dargestellt. Der Bildschirm besteht aus Plastikstiften / Plastik-Pixel, die die Form von Händen oder anderen Gegenständen annehmen. Angetrieben werden die Stifte / Pixel durch Elektromotoren.

Insgesamt 900 dieser Plastik-Pixel finden auf dem Bildschirm mit einer Kantenlänge von knapp 40 Zentimetern Platz und können bis zu zehn Zentimeter nach außen geschoben werden. Eine Kinect-Kamera nimmt die Bewegungen in 3D auf und lässt sie von einem Computer auswerten. Durch einen Projektor können die Pixel Farbe annehmen bzw. mit jedem beliebigen Bild bestückt werden. Auch soll sich der Widerstand verändern lassen, den die Pixel beim Draufdrücken haben.

Sowohl in der schulischen Anwendung als auch im Alltag wäre dieses Gerät nutzbar. So bringt das Gerät seinem Anwender etwa das Telefon, sobald ein Anruf eingeht. Laut den Forschern stellt dies jedoch nur den ersten Schritt dar. Sie arbeiten bereits an der Möglichkeit, Formen, Objekte und Strukturen, die sich wiederum mit den eigenen Händen anfassen, bewegen oder verändern lassen, mit der virtuellen Welt zu verbinden.

Noch ist das Gerät äußerst groß, doch man erhofft sich, es in einigen Jahren auch in Smartphones und Co. nutzen zu können.