Im April diesen Jahres präsentierte Google erstmals das Projekt Glass. Was zunächst aussieht wie ein ungleiches Brillengestell, könnte die nächste Revolution im Bereich Augmented-Reality, der erweiterten Realität, sein.

Science-Fiction - Google I/O 2012: Projekt Glass bekommt Schärfe

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Über dem rechtem Auge befindet sich ein kleines Display auf dem verschiedene Informationen angezeigt werden: Vom Icon über Karten und Text bis hin zum Video. Das Interface ist so ausgelegt, dass der Benutzer die Informationen aufrufen und sie sich sozusagen über das reale Bild legen kann. Blickt der Nutzer zum Beispiel eine Straße entlang, richtet sich die Kartenansicht daran aus, so dass der Benutzer beides sieht und sich besser zurechtfinden kann.

Auf der Google I/O 2012 hat Google seinem Projekt Glass nun etwas mehr "Schärfe" gegeben. So können Teilnehmer der Google I/O 2012 bereits eine Vorbestellung für eine Exporer-Edition von Projekt Glass tätigen. Diese soll 1500 US-Dollar kosten und 2013 ausgeliefert werden. Erstmals wurden auch genauere technische Details bekannt:

Derzeit arbeitet Google noch an den verschiedenen Möglichkeiten der Datenübertragung beim Projekt Glass. Aktuelle Prototypen verfügen noch über keinerlei WWAN-Funktionen.
Auch wenn theoretisch ein 3G/4G-Modul im Projekt Glass denkbar ist, so ist die generell Idee lokale WiFi-Hotspots oder das Tethering des Smartphones zu nutzen.

Die Steuerung von Projekt Glass könnte über verschiedene Wege gleichzeitig erfolgen. Zum einen ist eine Sprachsteuerung geplant. Auf dem rechten Bügel der Brille befindet sich aber auch ein schmales Touchpad, über das Eingaben getätigt werden können.
Durch eine direkte Anbindung an das Smartphone ist auch eine Steuerung darüber denkbar. Eingaben sollten aber immer an der Brille selbst erfolgen.

Projekt Glass verfügt über einen Beschleunigungssensor und ein Gyroskop. Dies dient nicht nur der Darstellung von Karten in der richtigen Ausrichtung, sondern kann ebenfalls als Eingabe durch Kopfbewegungen genutzt werden.

Der Akku befindet sich im rechten Bügel direkt hinter dem Ohr. Google spricht allerdings noch nicht über dessen Kapazität oder eine mögliche Laufzeit.

Befindet man sich in einem Bereich in dem kein WLAN und auch keine Mobilfunkanbindung möglich ist, dann speichert das Projekt Glass Videos, Fotos und sonstige Daten auf dem internen Speicher.