Es scheint, als habe Jack Trettons Aussage, dass die Entscheidung über DRM in den Händen der jeweiligen Publisher läge, für einige Verwirrung gesorgt. Und das, obwohl Sony nochmals bekräftigte, dass man mit der PS4 denselben Weg wie mit der PS3 gehen werde. Nun bestätigte Yoshida Shuhei, President of Sony's Worldwide Studios, auf dem Sony-Roundtable, dass Sony die PS4 genauso wie die PS3 behandeln werde.

PS4 - Yoshida Shuhei spricht über PS+ auf PS4 und DRM

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Sony werde auf dem altbekannten Kurs der PS3 bleiben
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Die Mitteilung Jack Trettons während eines Interviews mit Spike-TVs Geoff Keighley, dass es den jeweiligen Publishern obliege, ihre Spiele mit DRM zu versehen, sorgte gestern für Verwirrung und heftige Diskussionen. Einige fanden, dass Sony auf seinen Präsentationen falsche Tatsachen vorgespielt habe und nun den Fans in den Rücken falle; und andere begrüßten Sonys Entscheidung, nicht mehr länger den Buhmann für die Interessen der Publisher spielen zu wollen. Tatsächlich bedeutete Trettons Kommentar lediglich, dass sich an Sonys Vorgehensweise in Sachen DRM vorerst nichts ändern und das Unternehmen auch weiterhin die Richtlinien gemäß der PS3 befolgen werde.

So sprach Yoshida in Bezug auf Gebrauchtspiele noch einmal Klartext: "Wir haben keine Grundsatzentscheidung (für die Missgeschicke anderer Unternehmen) getroffen - so etwas kostet Zeit und Mühen. Wir werden Disc-basierte Spiele wie auf der PS3 behandeln, weil es eine Menge Leute gibt, die gerne ihre Spiele teilen... wir erwarten, dass nach und nach immer mehr Leute zu komplett digitalen Inhalten wechseln werden, aber das geschieht nicht über Nacht. Es gibt noch immer Teile der Welt, die über keine robuste Internet-Infrastruktur verfügen... aber es ist notwendig, den Leuten zu bieten, was sie wollen."

Zudem sprach er in einem Interview mit der japanischen Spieleseite Game Watch darüber, warum PS+ für das Online-Spielen auf der PS4 vorausgesetzt wird.

"Wir konzentrieren uns auf neue Online-Dienste wie den Share-Button und die Möglichkeit, über das Cloud-Feature auf mobilen Geräten zu spielen. Unser Plan ist es, weiterhin in die Zukunft zu investieren. Aber solche Investitionen sind nicht kompatibel zu unseren vorherigen Richtlinien, die auch das Senken der Kosten beinhalteten, um den Online-Service kostenlos anzubieten."

Die Investition in diese Infrastruktur verursache enorme Kosten, durch die ein weiterhin kostenloser Betrieb der Online-Dienste kaum zu bewältigen wäre. Daher habe man sich dazu entschieden, diejenigen unter den Spielern, die am aktivsten im Online-Multiplayer seien, darum zu bitten, etwas mehr zu investieren.

Shuhei bittet um Entschuldigung für diese Entscheidung Sonys und die zusätzlichen Kosten für die Spieler. "Ich bitte um Entschuldigung für die finanzielle Last, die wir unseren Nutzern aufbürden, aber wir werden auf der PS4 auch frühen Zugang zu Beta-Versionen, kostenlosen Spielen und Rabatten, ähnlich wie auch auf der PS3 und auf PS Vita bieten. Zudem erhalten PS-Plus-Mitglieder eine kostenlose Special-Edition von Drive Club mit leicht reduzierten Funktionen."

Einige Funktionen werden sogar weiterhin kostenlos bleiben, selbst wenn man sich dazu entscheiden sollte, das PS-Plus-Abo nicht weiter zu abonnieren. So kann man in Drive Club noch immer Daten von anderen Spielern erhalten und ein asynchrones Online-Spiel betreiben.

Shuhei stellte zudem klar, dass Online-Multiplayer-Modi für PS3 und PS Vita auch weiterhin kostenlos bleiben werden.